Kapitänin im Hafen der Ehe, Feldkirch siegt mit Notelf

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Eine Hochzeit und zwei Punkte gab es für die Damen des HC BW Feldkirch gegen Graz mit einem fulminanten 27:31 Sieg.

Vor einigen Wochen musste die Partie auf Grund positiver Coronafälle bei den Gastgeberinnen noch verschoben werden, vergangenen Samstag reisten die blau-weißen Damen aber voller Motivation in die steirische Hauptstadt. Im Bus fehlten allerdings Julia Mayer und Elisabeth Schneider. Letztere feierte ihre Hochzeit mit Physiotherapeut Lucas Vidal.

In der ASVÖ Halle Graz ging es von Beginn an hoch motiviert los. Schon im ersten Angriff stellte Kreisläuferin Julia Feierle-Scheidbach auf 1:0 und Lara Hanslik bzw. Laura Seipelt-Fasching ließen Tore 2 bis 6 folgen, sodass ein 5-Tore-Vorsprung schon nach 8 Minuten hergestellt war. Die Grazerinnen waren den Feldkircherinnen körperlich weitaus überlegen, wussten das zu Beginn allerdings nicht auszunutzen. Die gesamte erste Halbzeit stand die Abwehr stabil und aggressiv. Dahinter erwischte Katja Rauter einen ausgezeichneten Tag und so konnte bis zur Halbzeit ein 9:18 Vorsprung herausgespielt werden.

In die zweite Halbzeit startete man mit dem Motto „Es steht 0:0!“. Leider ging in den ersten 10 Minuten dann alles schief, was schief gehen kann. Die Abwehr fand keinen Zugriff mehr auf die Gegenspielerinnen, die mit vollem Tempo und viel Wurfkraft den Rückstand schmelzen ließen. Nach 43 Minuten stand es 18:19 – die blau-weißen Damen hatten bis dato nur ein einziges Tor in der zweiten Hälfte erzielt. Christoph Bobzin nahm die Auszeit, welche auch Wirkung zeigte. In dem ruppig geführten aber ausgezeichnet gepfiffenen Spiel gab es schlussendlich zwei rote Karten für Graz (Spalt, Babic) und eine für Feldkirch (Hartl). Das brachte die Montfortstädterinnen aber alles nicht aus der Ruhe, der Ausgleich sollte den Grazerinnen nämlich nie gelingen. Eine groß aufspielende Andrea Klaric machte die Grazer Abwehr schwindlig und holte ein ums andere Mal eine Strafwurf heraus. Diese verwandelte Laura Seipelt-Fasching an diesem Tag sicher. Mit diesen Toren, schön herausgespielten Treffern und einer wieder stabileren Abwehr konnte der Vorsprung wieder ausgebaut werden und am Ende ein 27:31 Seig gefeiert werden.

Auch die u18 zeigte in ihrem Spiel zuvor Größe. Angereist mit nur 7 Spielerinnen holten sie zwar keine Punkte, zeigten aber mit einer 25:26 Niederlage großen Kampfgeist und Moral gegen einen eigentlich übermächtigen Gegner.

Stimmen zum Spiel:

Christoph Bobzin: „In der ersten Halbzeit hat alles funktioniert, was wir uns vorgenommen haben. Es war schwierig mit nur 8 Damenspielerinnen die Balance zwischen Tempo und Geduld zu wahren, jedoch wussten wir, dass wir dieses Spiel nur über die Abwehr gewinnen konnten. In der zweiten Halbzeit hat das anfangs überhaupt nicht mehr funktioniert, da müssen wir noch an unserer Konsequenz arbeiten. Alles in allem bin ich glücklich, dass wir die zwei Punkte mitnehmen konnten."

Julia Feierle-Scheidbach: „Erste Halbzeit top, zweite Halbzeit flop. Körperlich waren wir eigentlich unterlegen, jedoch konnten wir das mit unserer Routine ausgleichen. Der Hänger am Beginn der zweiten Halbzeit war unnötig aber wir sind froh, dass wir uns aus der prekären Situation wieder befreien konnten.

Es spielten: Rauter, Kara; Seipelt-Fasching 10/7, Hanslik 7/1, Jegenyes 4, Hartl 4, Feierle-Scheidbach J. 3, Feierle-Scheidbach L. 2, Klaric, 1, Rederer, Jakob, Nosch, Alibegovic.

Der Link zur aktuellen Tabelle:

https://www.oehb.at/de/bewerbe/frauenbewerbe/nul-OoeHB-WHA

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