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Kanada und Finnland im WM-Finale

Finnlands Eishockey-Auswahl hat in einer spannenden Partie die russischen Hoffnungen auf den ersten Weltmeistertitel seit 14 Jahren beendet. Der Finalgegner der Finnen heißt Kanada.

Gegen den WM-Gastgeber zog der Olympia-Zweite am Samstag in Moskau durch ein 2:1 (1:1, 0:0, 0:0) nach Verlängerung als erste Mannschaft in das Endspiel am Sonntag ein. Den Gegner ermittelten anschließend Titelverteidiger Schweden und Rekordchampion Kanada.

Mikko Koivu entschied die spannende Halbfinale-Partie mit seinem Treffer nach 5:40 Minuten der Zusatzspielzeit, als er den Puck am heraus eilenden Torhüter Alexander Jeremenko vorbei spitzelte. NHL- Star Jewgeni Malkin hatte die Hausherren in der 9. Minute in Führung gebracht, Jukka Hentunen gelang vier Minuten später der Ausgleich vor 13 000 Zuschauern in der Chodynka-Arena.

Erst am Donnerstag hatten sich die Finnen 5:4 nach Penaltyschießen gegen die USA durchgesetzt. Vom Kräfteverschleiß war jedoch nichts zu merken. Dafür mussten die Nordeuropäer in der Anfangsphase mehrfach für ihre überharte Gangart büßen. Stürmer Sean Bergenheim erhielt für einen Kniecheck gegen Sergej Markow eine Spieldauerdisziplinarstrafe, die folgende Überzahl nutzte Malkin zu seinem fünften WM-Tor. Wenig später saß Koivu auf der Strafbank, doch statt des 2:0 fiel der Ausgleich durch einen Konter von Hentunen.

Danach waren die Finnen gleichwertig und zogen sich viel besser aus der Affäre als beim 4:5 in der Vorrunde. Dort waren die Russen im zweiten Drittel auf 4:1 davon gezogen. Den Hausherren fehlte aber Alexej Morosow: Der bisher beste WM-Torschütze musste wegen einer Knieverletzung passen. Auch bei den Finnen schaute in Petteri Nummelin ein Leistungsträger auf Grund einer Knieblessur zu.

Auch Kanadier im Finale

Rekord-Weltmeister Kanada und Finnland bestreiten am Sonntag (18:15) das Finale der Eishockey-WM in Moskau. Die Nordamerikaner setzten sich am Samstag im Halbfinale gegen Titelverteidiger und Olympiasieger Schweden sicher mit 4:1 (3:0,1:1,0:0) durch und der Traum Ruslands vom WM-Triumph im eigenen Land endete durch eine 1:2 (1:1,0:0,0:0/0:1)-Niederlage nach Verlängerung gegen den Olympia-Zweiten Finnland.

Die Finnen entschieden das spannende Match in der 6. Minute der Verlängerung durch einen Treffer von Mikko Koivu und beendete Russlands Hoffnungen auf den ersten Titel seit 14 Jahren. Die Russen dominierten in der mit 13.000 Zuschauern ausverkauften Chodinka-Arena den ersten Abschnitt, mussten sich aber mit einem 1:1 begnügen. Finnlands Stürmer Sean Bergenheim erhielt für einen Kniecheck gegen Sergej Markow eine Spieldauer-Disziplinarstrafe, die folgende Überzahl nutzte Jewgenij Malkin (Pittsburgh/9.) zu seinem fünften WM-Tor. Die Finnen schlugen aber in Unterzahl durch Jukka Hentunen (13.) zurück.

In der Folge zogen sich die Finnen viel besser aus der Affäre als bei der 4:5-Niederlage in der Vorrunde. Zwar dominierten die Russen den Schlussabschnitt, vermochten aber gegen die clevere Suomi-Mannschaft nicht mehr zu scoren. Auch in der Verlängerung vergaben die Gastgeber zwei Chancen, ehe Mikko Koivu eine Unachtsamkeit von Keeper Alexander Eremenko nützte. Der Minnesota-Wild-Stürmer spitzelte den Puck am herauskommenden Torhüter vorbei.

Damit sind die Finnen (in ihrem ersten Finale seit 2001) weiter im Rennen um ihren zweiten Titel nach 1995. Für Russland war es die erste Niederlage der WM-Geschichte in der eigenen Hauptstadt, zudem bleibt es dabei, dass seit 1986 keinem Gastgeber der Titelgewinn gelang.

Die Kanadier ließen den Schweden dank ihrer überlegenen Physis und Disziplin keine Chance. Mike Cammalleri (12./PP), Jonathan Toews (13.) und Eric Staal (19.) sorgten früh für klare Verhältnisse. Außerdem traf Rick Nash (36./PP) für die Nordamerikaner. Für die Schweden, markierte Johan Davidsson (27.) sein siebentes WM-Tor, im Schlussabschnitt ließ das Dreikronen-Team erneut mehrere Powerplay-Möglichkeiten ungenützt.

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