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"Jugendlichen fehlt oft die Orientierung"

Altach - Bei Schulende stehen sie vor Gerda Kuen Schlange: Schüler auf Jobsuche.

Das heißt, „eigentlich kriegen ja die Eltern die Panik“. Die Gemeindebeauftragte für arbeitssuchende Jugendliche ruft sich den Standardsatz ins Gedächtnis: „Mein Kind hat immer noch nichts.“ Seit einem Jahr ist Kuen für Altach, Koblach, Götzis und Mäder zuständig. Blättert in Zeitungen, durchforscht das Internet, immer auf der Suche nach Lehrstellen. Da klingelts. Eine Klientin ist dran. Kuen zieht einen Zettel aus der Lade. „Bei einem Werkzeugbauer und in einer Anwaltskanzlei“ suchen sie eine angehende Bürokauffrau. Das wär doch was….

Umständliche Wege

Rund 30 Jugendliche betreut sie zur Zeit. Wie viele schon drei Monate oder länger arbeitslos sind „rund um den Kumma“, kann sie nur schätzen. Adressen darf ihr das Arbeitsmarktservice AMS nicht weiterleiten wegen „Datenschutz.“ Also werden die Jugendlichen gebeten, sich bei ihr zu melden. Manche tun das. „Ich würde mir schon wünschen, dass die Jugendlichen beherzter an die Jobsuche herantreten. Die meisten Schulabgänger haben keine Ahnung, was sie einmal machen wollen.“ Es mangele den jungen Leuten auch an Phantasie. Bürokauffrau und Friseuse die Mädchen, Mechaniker die Buben – ihre Wunschjobliste liest sich wie aus dem Lehrbuch, freilich aus einer überholten Ausgabe. Aber war das früher anders? Früher war die Qual der Wahl kleiner. Früher hatten vielleicht auch die Eltern mehr Zeit, ihre Kinder zu begleiten. Gerda Kuen hat selber drei Kinder großgezogen.

Aus eigener Erfahrung

Sie hat auch selber eine Lehre gemacht. So kam sie zur Firma Blum und baute dort u. a. die Werkssanität mit auf. Nach einer längeren Baby­pause hat sie dann die Alt­acher Bibliothek übernommen. „Nichts Besonderes“, sagt sie, „an die 8000 Medien“ stehen zur Ausleihe bereit, und ein Wunschheft der Kunden diktiert die Neuankäufe. Lehrstellen vermittelt Kuen seit einem Jahr. Das Berufs­informationszentrum Bifo hat im ganzen Land solche Gemeindebeauftragten installiert, die Jugendlichen auf die Sprünge helfen sollen. Den Weg säumen auch Erfolgserlebnisse. Kuen denkt dabei an jene Sonderschulabgängerin, „die unbedingt Köchin werden wollte“. Ein Jobcoach des IfS half kräftig mit. So hat sich ein Lehrbetrieb gefunden. „Und es hält“, strahlt Gerda Kuen.

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