Jugendarbeit in Lustenau neu aufgestellt

Kinder und Jugendliche können sich im neuen Jugendhaus "dô" auf vielversprechende Angebote freuen. Jugendarbeiterin Celina Peter, Intendant Florian Gerer und Jugendreferentin Julia Bickel schlagen einen neuen Weg ein.
Kinder und Jugendliche können sich im neuen Jugendhaus "dô" auf vielversprechende Angebote freuen. Jugendarbeiterin Celina Peter, Intendant Florian Gerer und Jugendreferentin Julia Bickel schlagen einen neuen Weg ein. ©bvs
 Im neuen Jugendhaus „dô“ in Lustenau steht der Dialog mit den Jugendlichen sowie das Miteinander im Zentrum.
Jugendarbeit in Lustenau neu aufgestellt

 

Lustenau Einen neuen Weg schlägt die Jugendarbeit in Lustenau ein. Im Jugendhaus „dô“ im ehemaligen Carla-Gebäude an der Dornbirnerstraße sind Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene gleichermaßen willkommen. „Wir möchten für jeden etwas bieten, deshalb betrachten wir die Kinder- und Jugendarbeit ganzheitlich“, erklärt Florian Gerer, Intendant des Jugendhauses. Als künstlerischer Leiter bespielt er das Haus mit unterschiedlichsten Programmpunkten. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen erarbeiten die Jugendarbeiter die Bedürfnisse der jungen Menschen und setzen dann passende Angebote für sie um. Das „dô“ stellt für ihn und Jugendreferentin Julia Bickel (ÖVP) einen Ort der Begegnung dar. „Denn wo liegt die Grenze zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen?“, fragt Gerer.

Hippe, weitläufige Räume

Das dunkelgrüne Rolltor fährt hoch. Der „open space“, der sogenannte öffentliche Raum, öffnet sich. Hier können sich Jugendliche verweilen und Zeit verbringen, ohne dabei etwas konsumieren zu müssen. „Gleichzeitig wollen wir den Ansporn geben, gemeinsam in der Gruppe etwas zu verwirklichen“, erklärt Gerer. Der „öffentliche Raum“ steht hauptsächlich der klassischen und bereits bekannten Jugendarbeit zur Verfügung. Celina Peter, die zuvor schon beim Culture Factory gearbeitet hat, und den Jugendtreff „Oase“ betreut, schafft hier mit den Jugendlichen einen Platz, der ganz auf ihre Bedürfnisse angepasst ist. „Wir möchten den Jungen ein breites Angebot bieten“, sagt die angehende Jugendarbeiterin Peter. Eine gute Beziehung zu ihnen ist dabei das Um und Auf, weiß sie.

Stereotype werden durchgebrochen

Gleich neben dem „open space“ befindet sich der „project space“ und der „culture space“. Räume in denen zusätzlich Projekte und Workshops abgehalten werden, oder auch zeitlich begrenzte Angebote gesetzt werden. „Wir planen zum Beispiel mit dem Skaterverein „breakless“ einen mobilen pop-up Skate-Park im Haus“, so Gerer. Je nach Nachfrage kann ein extra Skate-Workshop für Mädchen durchgeführt werden. „Wir wollen weg von klischeehaften Bildern und bieten den Kindern und Jugendlichen ein breites und vor allem wertfreies Repertoire an Angeboten an.“ Dass dabei auch Räume wertend sein können, weiß Gerer, der sich in seiner Abschlussarbeit zum Master der Sozialen Arbeit damit befasst hat. Ihm ist es wichtig wissenschaftlich belegte Fakten zu erarbeiten, um dann Problemfelder anzugehen und diese erfolgreich lösen zu können.

Ganzheitliche Kinder- und Jugendarbeit

„Jeder darf zu uns kommen. Wir grenzen niemanden aus“, sagt Jugendreferentin Julia Bickel. Kinder und Jugendliche aus verschiedensten Gruppierungen erhalten einen Platz, an dem sie sich wohlfühlen können. Die Jugendarbeit ist für sie weitläufig und nicht auf einen bestimmten Altersabschnitt begrenzt. Vielmehr knüpft die Jugendarbeit auch an den Sport, die Kultur und das Soziale an. Im „dô“ wird es eine reiche Palette an Angeboten geben, die für möglichst viele interessant ist. „Es ist wichtig in die Kinder und Jugendliche zu investieren. Sie sind unsere Zukunft“, sagt Bickel. bvs

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