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Jugend als Bereicherung für Meiningen

Keinen Stillstand gab es bei der Jugendarbeit in Meiningen in diesem Jahr
Keinen Stillstand gab es bei der Jugendarbeit in Meiningen in diesem Jahr ©Michael Mäser
Die Offene Jugendarbeit Meiningen blickt auf ein schwieriges Jahr zurück – gleichzeitig aber optimistisch in das neue Jahr.

Meiningen. Als Iskender Iscakar zu Beginn des Jahres 2020 die Leitertätigkeit bei der Offenen Jugendarbeit in Meiningen übernommen hat, ahnte er noch nicht, welch schwieriges Jahr auf ihn und sein Team zukommt. Nichts desto trotz kann die Meininger Jugendarbeit auf ein, unter den gegebenen Umständen, erfolgreiches Jahr zurückblicken. 

Normalität in den Alltag bringen

Dabei verlief auch in Meiningen „das Leben“ bis Mitte März in geordneten Bahnen ab und die Jugendlichen trafen sich laufend im Jugendtreff und den bekannten Hotspots. Mit dem ersten Shut Down musste sich dann aber auch die Jugendarbeit umstellen. „Wir haben in dieser Zeit versucht den Kontakt zu den Jugendlichen über Home Office, digitale Medien, soziale Netzwerke aber auch mit Besuchen an sogenannten Hotspots aufrecht zu halten. Dazu wurde versucht ein Online-Programm zusammenzustellen um ein wenig Normalität in den Alltag zu bringen“, blickt Jugendleiter „Isky“ auf den ersten Lockdown im Frühjahr zurück. Dazu sind die Jugendarbeiter auch regelmäßig mehrmals in der Woche zu möglichen Hotspots in der Gemeinde gefahren und haben so mobile Jugendarbeit geleistet. 

Neue Heimat gefunden

Eine große Herausforderung stellte dann in diesem Sommer auch der Umzug des Jugendtreff „Point“ dar. Platznot in der Volksschule machte es notwendig, dass die Räumlichkeiten verlegt wurden und mit der Unterstützung der Wohnbauselbsthilfe fand die Offene Jugendarbeit in den ehemaligen Verkaufsräumen der Bäckerei Kühne eine neue Heimat. Auch die Jugendlichen wurden in diesen Prozess eingeschlossen und so ist der Umzug in das „Point 2.0“ innerhalb von wenigen Tagen auch erst möglich gewesen. Der „neue“ Jugendtreff hatte dann auch über die Sommermonate geöffnet und lud die Jugendlichen laufend zu den verschiedensten Angeboten. 

Mit Bürgern über Zaun ausgetauscht

Neben der Betreuung der Jugendlichen an den bekannten Treffpunkten sind die Jugendarbeiter in dieser Zeit auch öfters mal durch die Gemeinde spaziert und haben sich mit den Bürgern über den Zaun ausgetauscht. „So haben wir versucht mögliche Konflikte zwischen Jugendlichen und Erwachsenen bereits vorab aufzufangen und versucht gegenseitiges Verständnis in der Situation herzuleiten“, erklärt Iskender „Isky“ Iscakar und berichtet weiters, dass während dieser Zeit keine einzige Krisenintervention eingeleitet werden musste. 

Viele Pläne für das neue Jahr

Aktuell sind die Räumlichkeiten des „Points“ für den offenen Betrieb zwar geschlossen, zwecks informeller Jugendarbeit wird der Jugendtreff allerdings für wenige Stunden in der Woche geöffnet haben. Die Jugendarbeiter informieren und sensibilisieren über das Thema „Corona“, die Regeln, bieten Infos zu Schulen, Berufen oder Musik und Sport. „Wir motivieren und reden gut zu, damit sich die Beteiligten – auch Erwachsene – verstanden fühlen und versuchen diese Zeit der Absonderung und Distanz ein wenig erträglicher für die Jugendlichen zu machen“, so „Isky“ über die aktuelle Arbeit. Aber auch für das neue Jahr hat die OJA in Meiningen schon einiges geplant. So soll neben der mobilen und digitalen Jugendarbeit auch ein Beteiligungsprozess „Jugendraum Neu“ gestartet werden. „Wir müssen ja 2022 den aktuellen Treff Point 2.0 in den wir im Juli eingezogen sind wieder verlassen und bei der Auswahl der neuen Räumlichkeiten wollen wir die Jugendlichen wieder einbinden“, so der OJA Leiter. Dazu ist die Teilnahme beim Jugendprojektwettbewerb geplant und auch die Einführung des Jugendbüros soll weiter forciert werden. „Wir haben wieder einiges geplant und dazu werden wir ab dem 1. Jänner auch wieder auf Facebook und Instagram aktiv sein“, blickt „Isky“ in die kommenden Wochen und Monate. MIMA

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