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Jubiläum – vorerst – ohne Party

In schönen Erinnerungen schwelgen heißt es dieses Saison für die Dornbirner Fasnatzunft.
In schönen Erinnerungen schwelgen heißt es dieses Saison für die Dornbirner Fasnatzunft. ©cth
Die Dornbirner Fasnatzunft blickt auf 60 Jahre Faschingsgeschichte zurück.
Jubiläum – vorerst – ohne Party

Dornbirn. „Mior vo Doarobioro wännd fest d‘ Fasnat fira“ heißt es im Dornbirner Fasnatlied. Und dieses Jahr wäre das Bedürfnis nach Feiern für die Dornbirner Fasnatzunft doppelt so groß. Die kommenden Tage wäre eigentlich „Hochfasching“ bei Dornbirns Narren angesagt. Umso mehr schmerzt es die Mäschgerle, dass die Woche recht still verlaufen wird – und dies ausgerechnet im Jubiläumsjahr der Traditionszunft. 60 Jahre Dornbirner Fanatzunft heißt es 2021 und die „Dorobirar Fasnat“ ist Brauchtum und ein Stück Dornbirn zugleich.

Schwieriges Wochenende

Und so bleibt dem 11er Rat am Hochfasnatwochenende nur in Erinnerungen zu schwelgen. „60 Jahre Dornbirner Fasnatzunft bedeuten auch sechs Jahrzehnte voller Spaß“, blickt Zunftmeisterin Dagmar-Fenkart Kaufmann zurück. „Verschiedene Einflüsse aus anderen Regionen haben die Fasnat im Laufe der Jahre immer wieder bereichert und verändert. Bis heute gleichgeblieben ist aber die Freude mit der sich viele Menschen dem bunten Treiben hingeben. Wir Narren sind schon eine glückliche Zunft, haben wir doch jedes Jahr aufs Neue Hochsaison!“, so die begeisterte Faschingsbeauftragte.

Seit der offiziellen Gründung am 13. April 1961 konnte die Zunft immer wieder begeisterungsfähige und einsatzfreudige Mitglieder dazu gewinnen, welche alljährlich viele Stunden Arbeit investieren – sei es mit Einstudieren von neuen Musikstücken, mit der Anfertigung der bunten Kostüme oder auch durch die zeitintensive Vorbereitung von Auftritten. „Wir denken dabei vor allem an die großen Umzüge und die seit 40 Jahren weit über Dornbirn hinaus bekannten und beliebten Narrenabende“, so die Zunftmeisterin wehmütig.

Eine echte Dornbirner Institution

Am 12.11.1959 fand im Hotel Wagner eine Besprechung vom Verkehrsverein mit Privatpersonen über die Bildung eines Faschingskomitees, die in Zukunft mehr Faschingsveranstaltungen in Dornbirn veranstalten sollte, statt. Die Gesamtorganisation sollte den Namen „Dorobirar Fasnatzunft“ tragen. Beim darauffolgenden Ball der Stadt Dornbirn in der Messehalle im Februar 1960 erfolgte schließlich die Gründung und im April des darauffolgenden Jahres die offizielle Bestätigung durch die BH Feldkirch. Wiederum ein Jahr später im Jänner 1962, kam es zur Übergabe aller Aktivitäten vom Verkehrsverein an die Dornbirner Fasnatzunft unter Zunft–und Bäckermeister Rudolf Ölz.

Der erste Umzug fand dann im Jahr 1962 statt. Weitere Meilensteine waren der erste Zunftball mit Programm im Schloßbräusaal (1967), dieser übersiedelte mit Zunftmeister Emil Leite später in die Messehalle (Stadthalle). Der erste Narrenabend ging 1977 über die Bühne und drei Jahre darauf wurde die Dornbirner Fasnatzunft in den Verband der Vorarlberger Fasnatzünfte (VVF) übernommen. Seit 1994 finden die Narrenabende im Dornbirner Kulturhaus statt und haben über die Jahre vielen tausenden Besuchern humorvolle Stunden beschert. Die Dornbirner Narrenabende, die längst Kultstatus genießen, gehören zu den absoluten Höhepunkten jeder Faschingssaison.

„Was bleibt sind wunderbare Momente, von denen wir aktuell zehren. Alle Veranstaltungen mussten in dieser Saison abgesagt werden und wir wissen noch nicht, wie es heuer weitergeht. Die Dornbirner Fasnatzunft wird sich aber bemühen, das Brauchtum der Narretei weiterhin zu pflegen und wir hoffen auf volle Unterstützung der Dorobirar, damit wir auch die nächsten 60 Jahre wieder gemeinsam feiern können“, so Fenkart-Kaufmann abschließend.

 

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