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Joubert holte Eiskunstlauf-WM-Titel

Als erster Franzose seit 42 Jahren hat sich Brian Joubert am Donnerstag in Tokio den WM-Titel im Eiskunstlauf gesichert. Der 22-jährige Europameister triumphierte damit auch im zweiten Großereignis des Jahres.

Er setzte sich nach einer taktisch gelaufenen Kür mit 240,85 Punkten vor dem Japaner Daisuke Takahashi (237,95) und dem Schweizer Titelverteidiger Stephane Lambiel (233,35) durch. Joubert hatte nach dem Kurzprogramm (persönliche Bestmarke) souverän geführt, am Freitag begnügte er sich mit einer – gemessen an seinem Potenzial – mittelmäßigen Darbietung, um sich als dritter Franzose zum Weltmeister zu küren. Vor 6.800 Zuschauern in der ausverkauften Halle zeigte der Franzose nur einen Vierfachen (und sieben Dreifach-Sprünge) und erhielt für die Kür nur die drittbeste Note hinter Lokalmatador Takahashi und Lambiel, der ein neues Programm mit einem Flamenco präsentierte. “Ich wollte nicht die Kür gewinnen, sondern den Titel holen”, erklärte Joubert das kalkulierte Risiko im Finale. “Ich war nervös, weil Stephane so gut gelaufen ist, da habe ich nicht alles riskiert.”

Ergebnisse Eiskunstlauf-WM Tokio – Herren (Endstand nach der Kür):
1. Brian Joubert (FRA) 240,85 – 2. Daisuke Takahashi (JPN) 237,95 – 3. Stephane Lambiel (SUI) 233,35 – 4. Tomas Verner (CZE) 226,25 – 5. Evan Lysacek (USA) 222,18 – Weiter (nicht für die Kür der besten 24 qualifiziert): 29. Christian Rauchbauer (AUT) 49,19.

WM-Aus für österreichische Eistänzer
Das österreichische Eistanzpaar Barbora Silna/Dimitri Matsjuk ist am Donnerstag bei der Eiskunstlauf-WM in Tokio nach dem Originaltanz ausgeschieden. Die EM-19. verpassten als 25. den angepeilten Finaleinzug um einen Platz bzw. 1,28 Punkte. Die Bulgaren Albena Denkowa/Maxim Stawijski benötigen als Publikumslieblinge eine Topleistung für die erfolgreiche Titelverteidigung. Stawijski, dessen Ähnlichkeit mit David Beckham ihm in Japan zusätzliche Fans beschert, und seine Partnerin erhielten für den Tango am Donnerstag die zweitbesten Noten, aber von den Zuschauern “standing ovations”. Die Weltmeister führen vor der Kür ihres letzten großen Wettkampfes am Freitag nur zwei Hundertstelpunkte vor den Kanadiern Marie-France Dubreuil/Patrice Lauzon, den WM-Zweiten.

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