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Johnson & Johnson verschiebt Auslieferung nach Europa

Johnson & Johnson verschiebt Auslieferung in Europa.
Johnson & Johnson verschiebt Auslieferung in Europa. ©AFP
Wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen verschiebt der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson die Auslieferung seines Corona-Impfstoffs in Europa.
J&J: USA empfehlen Impfstopp

Wegen US-Ermittlungen zu seltenen Blutgerinnseln nach einer Impfung mit seinem Impfstoff gegne das Coronavirus verschiebt das Unternehmen Johnson & Johnson die Lieferungen nach Europa. Sechs Fälle von seltenen Blutgerinnseln wurden am Dienstag bekannt, insgesamt wurden in den USA bereits 6,8 Millionen Dosen des Impfstoffs, von dem es nur eine Dosis braucht, verwendet.

Update um 16.44 Uhr: Die ersten Lieferungen, die in Österreich bereits eingetroffen sind, werden vorerst nicht verimpft. Die 16.800 Dosen wurden noch nicht weiterverteilt, sondern liegen noch beim Großhandel. "So lange bis Klarheit über allfällige Nebenwirkungen herrscht, werden diese Dosen nicht an die Impfstellen ausgeliefert und auch nicht verimpft", hieß es seitens des Gesundheitsministeriums.

Update um 16.31: Der Konzern arbeite nun mit Experten und den Gesundheitsbehörden an der Untersuchung der Fälle. Derzeit würden sechs Fälle untersucht, bei denen es zwischen 6 und 13 Tagen nach der Impfung zu Sinusvenenthrombosen gekommen sei. In drei Fällen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie, also ein Mangel an Blutplättchen, gemeldet worden. Betroffen seien Frauen im Alter zwischen 18 und 48 Jahren.

Update um 16.20 Uhr: Hunderttausende Dosen des Impfstoffs hätten in den kommenden Wochen nach Europa geliefert werden sollen. Am heutigen Dienstag sind die ersten Vakzine des Herstellers Johnson & Johnson in Österreich eingetroffen. Insgesamt wurden 16.800 Dosen geliefert, teilte das Gesundheitsministerium mit. Bestellt wurden 2,5 Millionen Dosen.

Markteinführung gestoppt

"Wir haben die Entscheidung getroffen, die Markteinführung unseres Impfstoffs in Europa aufzuschieben", erklärte der Konzern am Dienstag. Zuvor hatten die US-Gesundheitsbehörden eine Pause bei den Impfungen mit dem J&J-Vakzin empfohlen, nachdem vereinzelte Fälle von seltenen Blutgerinnseln gemeldet worden waren.

(APA)

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