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USA empfehlen Stopp von Impfungen mit Johnson & Johnson

Seltene Thromboseart: US-Behörden raten zu Stopp von Johnson & Johnson.
Seltene Thromboseart: US-Behörden raten zu Stopp von Johnson & Johnson. ©Reuters
Die Behörden in den USA haben eine vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson empfohlen, nachdem bei sechs Menschen im Land danach Sinusvenenthrombosen erfasst wurden.

Während in Österreich am heutigen Dienstag die ersten Vakzine des Herstellers Johnson & Johnson eingetroffen sind, raten die US-Gesundheitsbehörden zu einer sofortigen Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel von Johnson & Johnson (J&J).

Sechs Fälle werden untersucht

Die Arzneimittelbehörde FDA und das Seuchenzentrum CDC verwiesen am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung auf das Auftreten einer seltenen Thromboseart in sechs Fällen. Die Fälle würden nun genauer untersucht. Bis ein Ergebnis vorliege, werde als Vorsichtsmaßnahme die vorübergehende Aussetzung der Impfungen mit Johnson & Johnson empfohlen.

Bereits 6,8 Mio. Dosen verimpft

Bislang seien mehr als 6,8 Millionen Dosen des Impfstoffes, der Ende Februar in den USA zugelassen worden war und von dem es nur eine Dosis braucht, in den USA gespritzt worden. Derzeit würden sechs Fälle untersucht, bei denen es zwischen 6 und 13 Tagen danach zu Sinusvenenthrombosen gekommen war. In drei Fällen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie, also ein Mangel an Blutplättchen, gemeldet worden. Es handele sich um Frauen im Alter zwischen 18 und 48 Jahren.

Erste J&J-Dosen in Österreich eingetroffen

Heute, Dienstag, sind die ersten Vakzine des Herstellers Johnson & Johnson in Österreich eingetroffen. Insgesamt wurden 16.800 Dosen geliefert, teilte das Gesundheitsministerium mit. Bestellt wurden 2,5 Millionen Dosen. Die nächste Lieferung von 31.200 Vakzinen wird für die Kalenderwoche 17 erwartet. Die folgenden Auslieferungen sind noch nicht fixiert. Zuletzt gab Johnson & Johnson bekannt, dass 15 Millionen Dosen versehentlich kontaminiert wurden.

Australien verzichtet auf Impfstoff von J&J

Die australische Regierung hat sich gegen den Kauf des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson entschieden. Das Vakzin ähnle dem Mittel von Astrazeneca, das Australien bereits geordert habe, sagte Gesundheitsminister Greg Hunt am Dienstag. Die Regierung in Canberra hatte zunächst auf den Impfstoff von Astrazeneca gesetzt, der im Land selbst hergestellt wird. Vergangene Woche erklärte sie dann aber, Menschen unter 50 solle das Mittel von Biontech und Pfizer gespritzt werden. Die Bestellung dafür wurde auf 40 Millionen Dosen verdoppelt.

Ziel war es, alle berechtigten Erwachsenen unter den rund 26 Millionen Australierinnen und Australiern bis Oktober mindestens einmal zu impfen. Bis Montag sind den Angaben zufolge 1,2 Millionen Dosen verimpft worden.

(APA)

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