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Jedes Wochenende der gleiche unnötige Stau

Fährt man von Bludenz kommend Richtung Arlberg dann muss man drei Engstellen passieren, die bei höherem Verkehrsauf-kommen immer zu langen Staus führen.

Dies ist zunächst einmal der Übergang des zweispurigen Ausbaus der A14 in die einspurige S16. Ist der Verkehr danach endlich wieder ins Rollen gekommen, so führt kurz darauf die Rückführung der Überholspur beim Rastplatz Bings erneut zu Verkehrschaos und schließlich staut sich der Verkehr noch ein weiteres Mal vor dem Arlbergtunnel bis weit ins Klostertal zurück.

Während die erste und letzte Engstelle nicht ohne große Baumaßnahmen und damit verbundenen negativen Auswirkungen für das Landschaftsbild möglich wären, ist die mittlere vollkommen unnötig und künstlich herbeigeführt. Das was vor vielen Jahren mal als Überholspur gedacht war, ist in Zeiten von LKWs, die inzwischen so schnell fahren, dass man an ihnen in den auf 100 km/h begrenzten Tunnels nur mühsam vorbeikommt, mehr als fragwürdig. Die wenigen Fälle, bei denen man an dieser Stelle wirklich mal ein zu langsames Fahrzeug vor sich hat, sind schnell aufgezählt. Tatsächlich dient diese zweite Spur heutzutage hauptsächlich den nicht wenigen Mitbürgern, die sich durch die gewisse Überheblichkeit und Ignoranz auszeichnen, um sich (wahrscheinlich nicht nur) an dieser Stelle über Verkehrsregeln hinwegzusetzen und mit stark überhöhter Geschwindigkeit die linke Spur hinauf zu rasen. Natürlich nicht ohne sich vorher vergewissert zu haben, ob nicht etwa ein schon über Grenzen hinweg bekannter Volkswagen Variant an ebenso bekannter Stelle auszumachen ist. Was die Arbeit des dort stundenlang ausharrenden Beamten doch eher in Frage stellt.

Diesem Zwang, die Überholspur benutzen zu müssen, geben viele Fahrer leider auch dann nach, wenn bei dichtem Verkehr gar kein Vorteil zu erwarten wäre. Zwängen diese sich nach den paar hundert Metern Überholrausch wieder auf die rechte Fahrspur zurück, bricht der sowieso schon zähflüssige Verkehr völlig zusammen und sorgt so für den regelmäßigen Stau an Wochenenden.

Es ist ein absolutes Rätsel, warum man diese unnötige Spur nicht wenigsten dann temporär sperrt, wenn die gegenwärtige Verkehrslage die Gefahr für einen Stau erhöht. Eine einfach Überkopfanlage könnte dann das Befahren der linken Spur durch das allgemein bekannte rote X verbieten und so an dieser Stelle für einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss sorgen. Geld sollte dafür ja ausreichend vorhanden sein, wird doch für diesen Straßenabschnitt auch Autobahnmaut erhoben.

Leidtragende dieses Missstandes sind natürlich nicht nur die unzähligen Autofahrer, die sich in diesem Stau befinden, sondern vor allem die Bewohner derjenigen Dörfer, durch die sich zu solchen Zeiten Schlangen an Fahrzeugen wälzen, deren Fahrer meinen so den Stau umgehen zu können. Dies bringt nicht nur unnötige Belästigung, sondern vor allem auch besonders für Kinder und ältere Menschen ungewohnte Gefahr, da sich gerade Wintersportler durch eine übertriebene Eile und Hektik auszeichnen.

Es wäre dringend notwendig, die genanten Baumaßnahmen so schnell wie möglich umzusetzen. Dies würde zusätzlich die Möglichkeit bieten, hier fest montierte Geschwindigkeitskontrollen einzurichten, was nicht nur den Vorteil hätten, dem stundenlang in sein Fahrzeug gebundenen Beamten weitaus sinnvollere Aufgaben zuzuweisen.

 

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