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Jeder 6. Pass läuft 2020 ab: Bezirkshauptmannschaften in Vorarlberg sind gewappnet

©VOL.AT/Springer
2020 laufen in Österreich Millionen Reisepässe ab. Das passiert hierzulande alle zehn Jahre. Nun gilt es rechtzeitig einen neuen zu beantragen. Gibt es jetzt einen Ansturm auf die Bezirkshauptmannschaften in Vorarlberg?
Reisepass-Engpass im Jahr 2010

Im Jahr 2020 erwartet die Behörden österreichweit viel Arbeit: Die Zahl der ungültig werdenden Reisepässe ist dieses Jahr laut dem Innenministerium deutlich höher als im Durchschnitt. Jeder sechste Reisepass verliert in Österreich seine Gültigkeit. Das kommt alle zehn Jahre vor. Bei den Behörden kam es bereits 2000 und 2010 zu einem "Megapassjahr" mit langen Wartezeiten und mitunter sogar Streitereien um Antragsnummern. Auch in Vorarlberg ist mit einem erhöhten Andrang in den Passämtern zu rechnen - vor allem von März bis Juli 2020. Es empfiehlt sich daher, rechtzeitig zu prüfen, ob der Pass noch gültig ist - besonders, dann wen man eine Reise plant. Wer einen Reisepass besitzt, der 2020 abläuft, sollte den neuen Pass in der antragsschwächeren Zeit bis Februar 2020 beantragen, um Zeit zu sparen.

"Es wird machbar sein"

Es gebe Maßnahmen zur Bewältigung des vermehrten Ansturmes auf die Passämter, die auch vom Bundesministerium für Inneres in Auftrag gegeben worden seien, erklärt Sonja Egger, stellvertretende Leiterin der Polizeiabteilung der BH Bregenz gegenüber VOL.AT. So habe man etwa Autofahrerclubs wie den ÖAMTC, Reisebüros und die Wirtschaftskammer informiert, darauf hinzuweisen, die Gültigkeit der Pässe zeitgerecht zu überprüfen. Man sei auch gut vorbereitet auf den Andrang. "Es wird machbar sein", ist Sonja Egger von der BH Bregenz sicher. Bereits in den letzten drei Jahren habe es vermehrt Anträge gegeben, so etwa rund 15000 im Jahr 2017. Es sei bisher immer zu bewältigen gewesen.

Die BH Bregenz ist gut vorbereitet auf den Andrang. Quelle: Philipp Steurer

Interne Vorkehrungen

"Da gibt es eine zentrale Information durchs BMI", erklärt auch Klaus Heingärtner Bezirksobmann-Stellvertreter in Bludenz. Es gebe etwa Presseaussendungen und Informationen an die zuständigen Gemeinden "damit man die Bevölkerung aufmerksam macht, dass hier eine etwas längere Bearbeitungsdauer für die Ausstellung der Reisepässe entstehen kann." Grundsätzlich gelte es, die Reisepässe rechtzeitig zu beantragen, so Heingärtner im VOL.AT-Telefoninterview. Die Passamäter würden durch interne Vorkehrungen versuchen, diesen erhöhten Arbeitsaufwand und -anfall besser abarbeiten zu können. "Man spielt sich hier etwas frei, setzt andere Mitarbeiter ein", so Heingärtner von der BH Bludenz.

Neue Pässe sollten früh genug beantragt werden. Quelle: VOL.AT/Rauch

"Keine dramatischen Probleme"

Durch diese organisatorischen Maßnahmen gehe man davon aus, dass man die Situation gut in den Griff bekomme. Wer aufgrund des Ablaufs seines alten einen neuen Pass brauche, müsse eine mögliche zusätzliche Wartedauer mit einkalkulieren- "Wenn man etwa nächste Woche auf Reisen geht und einen neuen Pass braucht", nennt der Bezirksobmann-Stellvertreter ein Beispielt. So könne man eine stressige Situation vermeiden und rechtzeitig einen neuen Reisepass beantragen. "Es wird bei uns keine dramatischen Probleme geben", ist sich Klaus Heingärtner sicher.

Warum laufen so viele Pässe ab?

Grund, warum soviele Pässe nächstes Jahr ihrer Gültikeit verlieren, ist eine Gebührenerhöhung im Jahr 2000: Die Kosten für die Anschaffung eines neuen Passes wurden von 490 Schilling (35 Euro) auf 950 Schilling (rund 69 Euro) erhöhte. Viele Österreicherinnen haben damals rasch vor der Erhöhung einen neuen Pass zur alten Gebühr ausstellen lassen. Laut Inneministerium wurden im Frühjahr 2000 knapp 1,2 Millionen Reisepässe beantragt. Das führt nun dazu, dass alle zehn Jahre überdurchschnittlich viele Pässe ablaufen.

(Red.)


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