Jahresrückblick des Krankenpflegevereins

Krankepflegeverein und Gemeinde - ein starkes Team
Krankepflegeverein und Gemeinde - ein starkes Team ©Pezold
Wie üblich fand am Mittwochabend die Versammlung des KPFV im Foyer des Reichshofsaals statt.
Jahresrückblick des Krankenpflegevereins

Lustenau. Obwohl Erich König sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, wurde er am vergangenen Mittwochabend für weitere drei Jahre als Obmann bestätigt. Vorstand, Mitglieder und Vertreter der Gemeinde hatten sich eingefunden, um gemeinsam einen Blick auf das vergangene Vereinsjahr zu werfen. Pflege in vertrauter Umgebung, dafür stehen die engagierten Mitarbeiter des Vereins ein. An diesem Abend hatte man Prof. Barbara Friesenecker (Uni Innsbruck) für einen Vortrag über „Sterben in Würde“ gewinnen können.

Enorme Leistungen des Pflegepersonals

Insgesamt 15.149 Arbeitsstunden leistete das Pflegeteam im vergangen Jahr, das bedeutet ein Plus von 827 Stunden gegenüber dem Jahr 2017. In diesen Arbeitsstunden wurden 408 Patienten betreut, die dank des unermüdlichen Einsatzes der Pflegekräfte in vertrauter Umgebung verbleiben können. Viele der Pflegebedürftigen sind über 80 Jahre alt und ein Sprichwort besagt, dass man alte Bäume nicht verpflanzen soll. Vielfältig sind die Pflichten der Pflegenden, groß der Dank der Gepflegten und deren Angehörigen. Kurt Fischer bedankte sich beim Verein: „Es gibt sehr viele positive Rückmeldungen zum Krankenpflegeverein.“ Dank der hervorragenden Arbeit des Pflegepersonals ist es bei uns wie in kaum einer anderen Kommune möglich, die Menschen zu Hause zu pflegen, so der Bürgermeister weiter. Auch Dr. Susanne Andexlinger und Nicole Hosp fanden lobende Worte, nehmen doch eigene Familienmitglieder die Dienste des KPFV in Anspruch.

Ist Sterben in Würde „trotz“ Intensivmedizin möglich

Prof. Barbara Friesenecker, Vorsitzende der ARGE Ethik in Tirol und an der Uniklinik Innsbruck tätig: „Wenn es darum geht, das Leben zu verlängern, schießen wir manchmal übers Ziel hinaus.“ Auf der Intensivstation ist man niemals allein, rund um die Uhr wird Betreuung am Patienten gewährleistet. Doch sollte man sich für Intensivmedizin nur dann entscheiden, wenn man danach Zeit mit Lebensqualität gewinnen kann. „Sterben gehört zum Leben, die Kunst ist es, einen guten Weg zu finden“, so die Vortragende. Modernste Technik kann nicht menschliche Wärme ersetzen, nicht die Gewissheit, in vertrauter Umgebung in Würde sterben zu dürfen.

Erich König, dem heuer das Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg verliehen wurde, wird mit seinem Team weiter kämpfen – für die bestmögliche Versorgung der Pflegebedürftigen in Lustenau, für Menschlichkeit und das Recht der Menschen, ihre letzten Tage im eigenen Heim verbringen zu dürfen.

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