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iTunes unter Kritik

Laut dem norwegischen Ombudsmann für Verbraucherschutz, Björn Erik Thon, verstößt Apple mit den Nutzungsbedingungen seines iTunes Music Stores gegen geltendes Landesrecht.

Thon kritisiert, dass sich die Nutzungsbedingungen nicht an norwegischem, sondern an englischem Vertragsrecht orientieren, die nicht miteinander übereinstimmen. Die Vertragsbedingungen seien einseitig und nur auf die Interessen des Unternehmens bedacht. Apple darf diese jederzeit und ohne Vorankündigung ändern, was bedeutet, dass die Informationspflicht vollständig auf den Kunden abgewälzt wird. “Da dem Kunden von vornherein eine tiefer gestellte Rolle zugewiesen wird, sind solche Verträge an sich schon illegal”, meint Thon. iTunes hat nun bis zum 21.Juni Zeit um diese Rechtsverstöße aus dem Vertragswerk zu entfernen, ansonsten drohen Strafzahlungen.

Zu den Vorwürfen in Norwegen wollte Apple keinen Kommentar abgeben, in Deutschland und Österreich sei es noch nicht zu solchen Beanstandungen gekommen, meinte Georg Albrecht, Sprecher von Apple Deutschland im Gespräch mit pressetext. Weiters wird in Norwegen die eingeschränkte Verwendung der erworbenen Produkte bemängelt, die durch den Einsatz von Digital-Rights-Management-Techniken (DRM) sichergestellt wird. Musik, die über den iTunes Music Store gekauft wird, kann auf maximal fünf Rechnern gleichzeitig gespeichert werden, außerdem kann sie beliebig oft auf iPods geladen und auf Audio-CDs gebrannt werden. Damit wird sichergestellt, dass die Dateien nur auf iPods und nicht auf Playern anderer Hersteller abgespielt werden können.

Diese Restriktionen werden auch in Großbritannien kritisiert. Der Chef des Interessenverbandes der britischen Musikindustrie, Peter Jamieson, sprach sich gegen die daraus entstehende Marktdominanz von Apple aus. Bei einer Anhörung zum Thema “New Media and the Creative Industries” im britischen Unterhaus meinte er, Apple solle seine Software ändern, so dass sie auch kompatibel zu anderen Geräten ist. Bei Apple stößt er damit aber auf taube Ohren: “Wir sind davon überzeugt, dass der iTunes Musicstore eine Anwendung ist, die dem Verbraucher große Möglichkeiten bietet. So wie es ist, stellt es das erfolgreichste Konzept weltweit dar und deshalb sieht Apple keinen Grund etwas daran zu ändern”, kommentiert Albrecht die Situation.

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