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Ist das Wahlkampf, Johannes Rauch?

©VOL.AT/Mayer
Heftige Kritik müssen die Grünen um Johannes Rauch zwei Tage vor der Landtagswahl in Vorarlberg einstecken. Der Grund: Eine öffentlichte Sprechstunde in einem ÖBB-Zug.
Landtagswahl auf VOL.AT
Wahlkampf im Zug oder Sprechstunde?

Die Grünen sind per Schnellbahn ins Vorarlberger Wahlkampf-Finale gerast. Spitzenkandidat Johannes Rauch hat eine Zuggarnitur gemietet und fährt seit Mittag bis in den späten Abend mit seinem bundespolitisch unterstützten Team zwischen Bregenz und Bludenz auf und ab. Gewarnt wurde bei der fröhlichen Reise vor einer ÖVP-Absoluten, geworben um eine Fortsetzung von Schwarz-Grün.

Zug privat gezahlt

Im Vorfeld war Kritik an der Aktion laut geworden, weil die ÖBB nicht in den Wahlkampf hineingezogen werden sollten. Rauch reagierte darauf Freitagnachmittag demonstrativ gelassen. Es sei ja auch vorgeblich kein Wahlkampf, wenn der Landeshauptmann in ein Altersheim gehe. Es sollten alle wieder runterkommen. Er habe den Zug privat gezahlt wie vieles in der Kampagne, "weil wir kein Geld haben".

Inhaltlich hob Rauch noch einmal hervor, dass es einen weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrs brauche, wobei ihm ein Zehn-Minuten-Takt eben auf der Strecke Bregenz-Bludenz vorschwebt. Wo es weiteren Verbesserungsbedarf gibt, will er heute im Gespräch mit Fahrgästen eruieren.

"Ohne Grün wird vieles wieder schwarz"

Zweiter Schwerpunkt ist die Umwelt, wo der Landesrat unter anderem auf eine Klima-Anleihe setzt, für die das Land auch Geld in die Hand nehmen müsse. Einen deutlichen Ausbau strebt Rauch in Sachen Photovoltaik an. Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker hob die Verdienste der Grünen in Sachen Kinderbetreuung hervor, wo vor der Regierungsbeteiligung der Grünen die ÖVP noch - auch aus ideologischen Gründen - gebremst habe.

Um das umzusetzen, bräuchte es eine Fortsetzung von Schwarz-Grün, würde die ÖVP alleine vieles nicht umsetzen, ist der Spitzenkandidat überzeugt. Bundessprecher Werner Kogler, der Rauch und dessen Kollegen aus Landesregierung und Landtag ebenso wie die Nationalratsabgeordneten aus Tirol und Vorarlberg zumindest teilweise bei der Marathon-Fahrt unterstützte, warnte: "Ohne Grün wird vieles wieder schwarz." Das wäre für ihn insofern schon ungünstig, als es in Vorarlberg gelungen sei, einen öffentlichen Verkehr zu entwickeln, von dem man in seiner Heimat Steiermark nur träumen könne.

Kein konkretes Wahlziel

Ein Wahlziel bzw. eine Einschätzung für den Wahltag wollte Rauch nicht abgeben. "Spitzenkandidaten haben 48 Stunden vorher kein Gefühl mehr." Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien aber an sich positiv. Doch auch bei einem positiven Ausgang sei Schwarz-Grün nicht ausgemacht, meinte er auf Fragen, wonach die ÖVP wohl mehrere Alternativen haben werde. Es sei eine offene politische Situation und kein Automatismus, dass die Koalition fortgeführt werde. (APA)

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