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Israels Militär: 31 der in Gaza festgehaltenen Geiseln tot

Betroffene Familien wurden über den Tod ihrer Angehörigen informiert - 136 Geiseln nach bisherigen Angaben noch festgehalten.
Betroffene Familien wurden über den Tod ihrer Angehörigen informiert - 136 Geiseln nach bisherigen Angaben noch festgehalten. ©Reuters, APA/AFP
Von den noch im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln leben nach israelischen Angaben 31 nicht mehr. 
Israelische Armee setzt Angriffe fort

Darum geht's:

  • 31 Geiseln im Gazastreifen nach israelischen Angaben tot
  • Die islamistische Terrororganisation Hamas entführte mehr als 250 Geiseln
  • Israel kündigt gründliche Untersuchung der Reaktion auf den Angriff an

Noch 136 Geiseln festgehalten

Das teilte der Sprecher der israelischen Armee, Daniel Hagari, am Dienstag mit. "Wir haben 31 Familien darüber informiert, dass ihre gefangenen Angehörigen nicht mehr unter den Lebenden weilen und dass wir sie für tot erklärt haben", sagte er bei Pressekonferenz. Nach bisherigen israelischen Angaben werden im Gazastreifen noch 136 Geiseln festgehalten.

Die islamistische Terrororganisation Hamas hatte bei ihrem beispiellosen Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober mehr als 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Israel kündigt Untersuchung an

Der israelische Generalstabschef Herzi Halevi kündigte eine gründliche Untersuchung der Reaktion der Streitkräfte auf den beispiellosen Überfall der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober auf Israel an. "Unsere Absicht ist sehr klar", sagte er am Dienstag im Kommando der Luftwaffe in Tel Aviv. "Zu untersuchen, und zu lernen, und den Dingen auf den Grund zu gehen, und keinen Stein auf dem anderen zu lassen." Wann die Untersuchung beginnen und wer sie konkret durchführen werde, sagte er nicht.

Terrorangriff vom 7. Oktober

Am 7. Oktober hatten Terroristen aus dem Gazastreifen das südliche Grenzgebiet Israels überrannt, 1200 Menschen getötet und rund 250 weitere als Geiseln verschleppt. Unter den Opfern waren mehrheitlich Zivilisten, aber auch Soldaten und Soldatinnen, deren Außenposten an der Gaza-Grenze von den Angreifern gestürmt worden waren.

Das bisher schlimmste Massaker in der Geschichte Israels hatte die Öffentlichkeit im jüdischen Staat zutiefst erschüttert. Zugleich kam Kritik an der Armee auf, die lange brauchte, um gegen die eingedrungenen Terroristen vorzugehen. Noch nie zuvor war es vorgekommen, dass feindliche Kämpfer mehrere Tage lang Teile des israelischen Staatsgebiets kontrollierten.

Auf das Massaker reagierte Israel mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Die Zahl der im Gazastreifen getöteten Palästinenser ist seit Kriegsbeginn nach palästinensischen Angaben auf über 27.000 gestiegen. "Warum haben wir es bisher nicht untersucht?", stellte Halevi die Frage in den Raum. "Wir befinden uns in einem äußerst intensiven Krieg mit mehreren Fronten." Eine Untersuchung werde Zeit benötigen. Und die Umstände müssten dazu angetan sein, sie ordentlich durchzuführen.

(APA)

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