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Islamfeindlich: Große Empörung um Schweinefleisch-Schild vor Gasthaus

Ein witzig gemeinter Spruch wird zum Aufreger in Bad Ischl
Ein witzig gemeinter Spruch wird zum Aufreger in Bad Ischl ©Canva/Screenshot Twitter @FaixRudolf
Dieser Witz ging gehörig nach hinten los. Ein Gasthaus in Bad Ischl gerät nach einem missglückten Scherz ins Zentrum eines Shitstorms. Der Wirt hat sich inzwischen entschuldigt, dennoch planen Schulklassen Demonstrationen vor dem Lokal.

Im idyllischen Bad Ischl hat ein Schild am Eingang eines Traditionsgasthauses für viel Aufregung gesorgt. Der Wirt des k. u. k. Hofbeisl zu Ischl hatte auf dem Schild einen Spruch platziert, der klar gegen die muslimische Gemeinschaft zielte: "Menschen, die Schweinefleisch essen, neigen statistisch gesehen weniger häufig dazu, sich und andere in die Luft zu sprengen." Dieser Versuch der Satire kam bei vielen Menschen schlecht an und sorgte für Empörung in den sozialen Netzwerken.

Aufregung im Netz und auf der Straße

Die Fotografie des Schilds wurde rasch in den sozialen Medien geteilt und löste eine Welle der Empörung aus. Einige Nutzer zeigten sich "zutiefst enttäuscht und angegriffen", wie eine langjährige Besucherin des Lokals mitteilte. Die öffentliche Aufregung wuchs so stark an, dass nun sogar Demonstrationen von Schulklassen vor dem Gasthaus geplant sind.

Wirt entschuldigt sich öffentlich

Nachdem der Shitstorm im Rollen war, entschuldigte sich der Gastwirt, Marcus Hofbauer, öffentlich auf Instagram und Facebook: "Ich [...] habe einen Spruch aus dem Internet genommen und öffentlich auf unsere Tafel vor unserem Lokal geschrieben. Es handelt sich zwar um Satire, leider kann der Spruch aber als feindlich gegenüber Religonen angesehen werden, was mir nachträglich klar geworden ist. Ich entschuldige mich hiermit öffentlich!"

Kein Platz für Rassismus

Auf der besagten Tafel vor dem Gasthaus scheint der Wirt regelmäßig witzig gemeinte Sprüche niederzuschreiben. Hofbauer betonte, dass es jedoch nie seine Absicht gewesen sei, jemanden zu beleidigen oder zu verletzen und dass sein Lokal offen für Menschen aller Glaubensrichtungen, Hautfarben und Geschlechter sei. Auch Mitarbeiter muslimischen Glaubens seien Teil seines Teams und geschätzte Mitglieder der Gemeinschaft. Er distanziert sich ausdrücklich von jeglicher Islamophobie und Rassismus und sieht seinen Fehler ein.

Ein Gasthaus und seine Sprüche

(VOL.AT)

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