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Interview mit Susanne Lehmann-Ancevski

Archivbild VC Dornbirn
Archivbild VC Dornbirn
Dornbirn. Die Spielertrainerin des VC Dornbirn, Susanne Lehmann-Ancevski, ist die "sportliche Macherin" beim Vorarlberger Volleyball-WVL-Klub.

Im Interview erzählt die Deutsche über die Vorbereitung, die Taktik und die Ziele für die neue Saison. Sie selbst will nach der in wenigen Tagen beginnenden Spielzeit die zweite Babypause einlegen.

Susanne Lehmann-Ancevski, Sie gehen in die fünfte Saison als Spielertrainerin, die Latte liegt nach dem vierten Platz im Vorjahr sehr hoch, ist dieses Ergebnis zu wiederholen?

Lehmann: Das Vorjahr war natürlich eine Riesensaison, wir hatten nur am Saisonende Ärger, als Playofftermine auf Mittwoch gelegt wurden, hatten wir nicht mehr die komplette Mannschaft zur Verfügung. Die Vorsaison zu wiederholen, wird sehr schwer sein. Post SV und Klagenfurt haben aufgrund ihres Engagements in der MEVZA (Mitteleuropäische Volleyballliga) Profispielerinnen in ihren Reihen haben, das ergibt natürlich für diese Vereine andere Möglichkeiten. Im Grunddurchgang sollten wir aber doch wieder ganz vorne dabei sein, Melk und Wels kommen neu dazu, die Aufstockung auf die Zehnerliga wird dem Niveau der Liga insgesamt aber schaden.

Was hat sich im Sommer beim VC Dornbirn getan?

Lehmann: Birgit Wüstenhagen ging nach Klagenfurt, Miriam Wildauer hat berufsbedingt aufgehört. Anouk van Wijk hat sich dann kurzfristig entschlossen, nicht mehr dabei zu sein. Rebecca Fürschall hat dann auch noch abgesagt, sie bleibt nur noch als Nachwuchstrainerin beim VC Wolfurt. Neu dazu gekommen sind Laura Geiger-Lengyel aus Ungarn und die Brasilianerin Carina Puchinelli-Zugno. Aus Höchst kam Lisa Chukwuma. Ursula Ehrhart, eine 14-jährige Nachwuchsspielerin aus den eigenen Reihen, bekommt ebenfalls ihre Chance. Claudia Lehmann steht von November bis Februar zur Verfügung, ob Julia Sude überhaupt spielen wird, ist derzeit noch offen. 

Wie schwer ist es, die neue Mannschaft wieder in Schwung zu bringen?

Lehmann: Wir spielen bis zur Meisterschaft einige Turniere, darunter auch das eigene in Dornbirn am 19./20. September. Das gibt uns Gelegenheit, die eingeübten Spielzüge umzusetzen. In den Vorbereitungsspielen werden verschiedene Positionen ausprobiert. Ich habe aber durchaus schon Vorstellungen, wie die Mannschaft im Grunde genommen aussehen wird. Ich werde jetzt versuchen, die Stärken der Spielerinnen herauszufinden und sie dann entsprechend einzusetzen.

Auf was legt ihr im Training besonderen Wert?

Lehmann: Von Mitte Juli bis Mitte August haben wir in Grundlagenausdauerbereich viel gemacht, seit Mitte August bis Mitte September wurde viel an der Technik gearbeitet. Bis Saisonbeginn im Oktober stehen taktische Einheiten im Vordergrund. Vier Mal pro Woche trainiert die Mannschaft gemeinsam, jeden Montag ist eine für jede Spielerin eine individuelle Trainingseinheit angesagt, in der für jede einzelne Athletin ein zusammen mit dem Sportservice Vorarlberg spezielles Programm ausgearbeitet wurde. In dieser Einheit werden vor allem die Athletik nach den Erfordernissen für jede einzelne Spielerin verbessert.

Wie hoch ist die Individualität im Volleyballsport, der ja zumeist in engen Schemen abläuft?

Lehmann: Wichtig sind beim Volleyball Service und Annahme. Vor allem die gute Annahme ist eine Grundvoraussetzung um einen guten Angriff ? der optisch natürlich besser wirkt ? aufzubauen. Eine gute Annahme gibt der Aufspielerin mehr Variationsmöglichkeiten im Angriff. Neben den Schemen, die der Sport verlangt, ist auch viel Antizipation dabei, das macht dann auch den individuellen Unterschied zwischen den Sportlern aus.

Sie sind selbst Aufspielerin, nach welchen Kriterien entscheiden Sie die Angriffsvariation?

Lehmann: Das ist von einigen Dingen abhängig. Zum ersten, ob ich drei oder zwei eigene Angreifen anspielen kann. Zum anderen, wie in dem Moment, in dem ich aufspiele, der gegnerische Block formiert ist. Das dritte Kriterium ist die Formation im eigenen Team, zum Beispiel ob die Schnellangreiferin in Position ist oder eben nicht.

Wie bemerken die Mitspielerinnen was kommt?

Lehmann: Ich zeige vor dem Service des Gegners die Spielzüge mit meinen Fingern am Rücken an. Sollte die angezeigte Variante nicht gehen, gibt es immer eine Sicherheitsvariante. Im Spiel selbst verständigen wir uns über Zurufen. Zudem sichern wir alle Angriffe noch zusätzlich ab.

Wer bestimmt die Bockbildung?

Lehmann: Jeder Netzspieler hat einen Gegenüber, für den er verantwortlich ist. Die wichtigste Aufgabe hat der Mittelblocker, der seinen Gegenüber blocken muss, oder gegebenenfalls zusammen mit einem Außenspieler einen Doppelblock zu bilden hat.

Ihr Mann ist Handballtrainer beim SSV Schoren, wie profitiert ihr gegenseitig voneinander?

Lehmann: Wir betreuen beide Frauenmannschaften, wenn wir uns unterhalten, wissen wir wovon wir reden. Das ergibt des Öfteren gegenseitige Lösungsansätze, da können wir uns gegenseitig manchmal schon helfen.

Wenn sie nicht im Volleyball gelandet wären, was hätten sie im Sport gemacht?

Lehmann: Ich komme aus Suhl, also wäre wahrscheinlich eine Wintersportart wie etwa Biathlon oder Langlauf möglich gewesen.

Wo steht der VC Dornbirn am Ende der jetzt beginnenden Meisterschaft?

Lehmann: Generell wollen wir das Vorjahr wiederholen, wir haben auf hohem Niveau gespielt. Wir haben seit vielen Jahren ein Superteam, das gut funktioniert, das soll wieder entstehen. Wir wollen auch im Europacup bestehen. Das wird auch für mich eine besondere Herausforderung. Privat habe ich vor, im nächsten Jahr die zweite Babypause einzulegen.

Quelle: Elred Faisst, im Auftrag des Sportservice Vorarlberg

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