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Interview mit Mandlburger und König

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Seit vielen Jahren spielen die beiden Lustenauer Fabian und David beim EHC Alge Elastic Lustenau. Ihr Ziel war es immer, in der Kampfmannschaft der Lustenauer auflaufen zu können. Seit dieser Saison sind sie ein fixer Bestandteil der ersten Mannschaft.

In den letzten beiden Spielen gegen Pustertal und die VEU Feldkirch gelangen den Jungs jeweils ihre ersten Treffer in der Kampfmannschaft. Fabian erzielte sein erstes Tor gegen den italienischen Nationaltorhüter Thomas Tragust, David traf auswärts bei der VEU Feldkirch zum 3:0 für Lustenau. Hier das Interview mit den beiden Hoffnungsträgern des EHC für die Zukunft.

Stadlober: Wann und warum habt ihr mit dem Eishockeysport in Lustenau begonnen.

David:     Ich habe im Alter von 6 Jahren begonnen. Sigi Haberl sen. war damals mein Nachbar. Er war für den gesamten Nachwuchs des EHC verantwortlich. Somit war es beinahe Pflicht, beim EHC anzufangen.

Fabian:    Bei mir war es ebenfalls Sigi Haberl sen., der mich zum Eishockey brachte. Mein Bruder Julian und ich waren beim freien Trainer. Damals hat uns Sigi angesprochen, ob wir nicht mal ein Training beim EHC mitmachen möchten. Wir stimmten zu und sind bis heute geblieben.

Stadlober: Wie war das Gefühl nach den jeweils ersten Treffern in der Kampfmannschaft

Fabian:    Ich war überglücklich als der Puck im Netz zappelte. Es war ein tolles Erlebnis und vor allem auch sehr wichtig für das Team. Das es schlussendlich das entscheidende Tor für den Sieg war, ist natürlich doppelt schön.

David:     Im Derby gegen die VEU Feldkirch das erste Tor in der Karriere zu schießen ist unbeschreiblich. Ziel der jungen Spieler ist es in erster Linie Defensiv-Arbeit zu leisten, wenn Du dann jedoch sogar noch ein Tor erzielst ist dies ein wunderschönes Gefühl.

Stadlober: Wie ist die Stimmung im Team nach den beiden gewonnenen Spielen?

David:     Nach den Niederlagen war die Stimmung schon eher gedrückt, wir wussten, dass wir jeden Gegner in der Liga schlagen können, doch es hat in diesen Spielen einfach nicht ganz gereicht. Nach diesen beiden wichtigen Siegen gegen Pustertal und die VEU ist ein gewisser Druck weg, doch wir müssen weiterhin hart arbeiten um unser Ziel unter die ersten sechs Mannschaften zu kommen, zu erreichen.

Fabian:    Ich sehe es ähnlich. Nach den Siegen ist die Anspannung ein wenig gewichen und der Spaß im Training ist da. Wie David schon sagte werden wir auch in den nächsten Wochen und Monaten weiter hart arbeiten.

Stadlober: Was macht den EHC Alge Elastic Lustenau aus?

Fabian:    Ich kann dies nicht genau sagen. Ich bin Lustenauer und für mich stellte sich nie die Frage, wo ich spielen will und werde. Wie es in den anderen Teams ist kann ich nicht sagen, da ich immer nur beim EHC spielte. Hier fühle ich mich wohl und auch von den älteren Spielern sehr gut aufgenommen.

David:     Ich habe einige Zeit bei der U17 Rheintal in der Schweiz gespielt, doch am wohlsten fühle ich mich auch hier in Lustenau. Die Nachwuchsarbeit in den letzten Jahren hat sich enorm verbessert, der Slogan „hier spielt die Zukunft“ sind keine leeren Worte, wir Jungen werden sehr gefördert und auch das Vertrauen in uns ist zu spüren.

Stadlober: Was macht den Trainer Gerald Ressmann aus?

Fabian:    Es ist ein sehr erfahrener und sehr professionell arbeitender Trainer. Er macht auch sehr viel Video-Analysen um uns diverse Verbesserungsmöglichkeiten an uns selbst aufzuzeigen. Er hat eine sehr professionelle Einstellung – im Gegensatz zu Trainern aus der näheren Vergangenheit.

 

David:     Bei unserem Trainer spielt der Spaßfaktor eine sehr große Rolle. Wir freuen uns richtiggehend auf das Training. Es ist wohl ein sehr anstrengendes Training aber wir selbst merken, dass wir uns stetig verbessern und das ist sehr wichtig.

Stadlober: Was ist das Ziel in dieser Saison?

David:     Der erste Schritt ist die fixe Qualifikation für die Play-Offs, also ein Rang im Grunddurchgang unter den ersten sechs Teams. Wenn wir dieses Ziel geschafft haben möchten wir natürlich so weit wie möglich kommen. Mein persönliches Ziel in dieser Saison besteht darin hart zu trainieren, in den Spielen Vollgas zu geben und mich für das Team einzusetzen.

Fabian:    Mein Ziel mit der Mannschaft ist es ebenfalls soweit wie möglich zu kommen. Ein Traum wäre, den Meistertitel zu erringen, doch mit den sehr star-

ken italienischen Mannschaften wird es ganz ganz schwierig, aber man  muss sich sowohl im Sport als auch im persönlichen Bereich hohe Ziele setzten. Persönlich möchte ich mich natürlich in allen Belangen weiterentwickeln.

Stadlober: Was sind Deine Karriere-Ziele?

David:     Ich gehe nun noch drei Jahre in das Sportgymnasium. Dieses möchte ich natürlich so gut wie möglich abschließen. Sportlich möchte ich noch einige Jahre beim EHC Alge Elastic Lustenau in dieser sehr interessanten Liga spielen. Ein Wunschtraum wäre es jedoch, den nächsten Schritt zu machen und in der EBEL oder in der Schweiz in der ersten Liga zu spielen.

Fabian:    Meine primären Ziele sind und waren die Schule und in weiterer Folge der Beruf. Ich möchte in der zweiten Liga zu einem Stammspieler werden und eine tragende Rolle spielen. Ein Ziel wäre es dann auch, ein Vorbild für die nachrückenden jungen Spieler zu werden.

Stadlober: Wie seht ihr die Entwicklung der Liga?

David:     Wir spielen in dieser Saison in einer sehr starken Liga, die sich extrem verbessert hat. Letztes Jahr kamen von den 9 Teilnehmern am Grunddurchgang acht Mannschaften ins Play-Off. Dieses Jahr wird es ganz schwierig, sich für die Play-Offs zu qualifizierten. Wir müssen Tag für Tag hart an uns arbeiten und mit der Doppelbelastung Beruf bzw. Schule sowie Eishockey-Sport ist dies für die österreichischen Teams eine schwere Herausforderung.

Fabian:    Die Italiener haben das Niveau der Liga sehr stark angehoben. Für uns Amateure ist es sehr intensiv und wir gehen an unsere Grenzen. Natürlich ist diese Liga viel besser und interessanter als in den letzten Jahren.

Stadlober: Was wäre euer Rat an die Nachwuchsspieler des EHC Alge Elastic Lustenau?

David:     Die Jungen Spielerinnen und Spieler müssen einfach hart trainieren um weiter zu kommen. Jedes Training ist eine neue Herausforderung. Ihr müsst euch dem Trainer so aufdrängen, dass er nicht mehr an euch vorbei kommt. Aber wie gesagt, Einsatz und hartes Training sind die Grundvoraussetzungen für ein Weiterkommen und dieses Weiterkommen ist beim EHC Alge Elastic Lustenau durchaus möglich, wie man an mir, Fabian und auch Julian Mandlburger sieht.

Fabian:    Wichtig ist, dass man beim Training und im Spiel immer leidenschaftlich mit dabei ist. Motivation und Wille sind ganz wichtig und wenn es auch mal nicht beim ersten Mal klappt nicht gleich aufgeben sondern weiter hart an sich arbeiten.

 

 

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