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InterSky schaffte im Halbjahr überraschend wieder positives Ergebnis

Zusätzliches Flugzeug und weiteres Wachstum für 2013 geplant
Zusätzliches Flugzeug und weiteres Wachstum für 2013 geplant ©Intersky
Bregenz - Die in Vorarlberg ansässige Fluglinie InterSky hat im ersten Halbjahr 2012 nach wirtschaftlichen Turbulenzen und einem Eigentümerwechsel im Vorjahr ein positives Ergebnis erreicht.

Das erklärten Geschäftsführerin Renate Moser und Peter Oncken, geschäftsführender Gesellschafter, am Mittwoch in einer Aussendung. Zahlen nannte das Unternehmen dabei nicht, doch es handle sich nach einem Verlust von rund einer Mio. Euro im ersten Halbjahr 2011 um ein “Ergebnis, das wir auch nicht im Ansatz erwartet hatten”, so Firmengründerin Moser.

Neue Geschäftsführung

2010 fuhr InterSky nach eigenen Angaben erstmals in der damals sechsjährigen Geschichte einen Verlust ein. Ursache war neben der deutschen Luftverkehrsabgabe die starke Konkurrenz auf der Wien-Strecke. 2011 konnte man nach Uneinigkeiten in der Eigentümerfamilie – Moser löste ihren Sohn Claus Bernatzik in der Geschäftsführung ab -, der Suche nach einem Teilhaber und dem Verkauf eines Flugzeugs ausgeglichen bilanzieren. Anfang Februar 2012 wurde bekannt, dass die deutsche Intro Aviation GmbH mit Hans Rudolf Wöhrl (Hauptgesellschafter der Intro Group) und Peter Oncken (geschäftsführender Gesellschafter der Intro Aviation GmbH) an der Spitze die Fluglinie übernimmt. Moser gab ihre Anteile an Oncken ab, der auch als Geschäftsführer einstieg. 25 Prozent an InterSky hält Mosers Mann Rolf Seewald, der Rest gehört der Intro Aviation Gruppe.

Steigende Auslastung

Man habe es nun trotz des schwierigen Frühjahrs geschafft, die “in tief roten Zahlen steckende” Fluggesellschaft wieder auf Kurs zu bringen, so Moser. Die Auslastung im ersten Halbjahr 2012 sei um zwei Prozent gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode gestiegen. Der Umsatz pro Flug nahm um 16,7 Prozent zu. Oncken erklärte dazu, die Intro sei Spezialist bei der Optimierung von Abläufen bei Fluggesellschaften, “auch ohne einen Kahlschlag bei den Mitarbeitern”. Man bemühe sich um ein passagierfreundliches Konzept mit fairen Preisen und einfachen Buchungsverfahren.

“Man hat uns früher immer erklärt, dass eine Airline vom Fliegen allein nicht leben kann”, sagte Moser. Daher habe man für Bordservice oder geringe Mengen Übergepäck kassiert, um die nötigen Einnahmen zu erhalten. Mit all dem habe man nun “radikal aufgeräumt”. Derzeit konzentriere sich InterSky noch auf die bestehenden Routen, doch man plane für 2013 mit dem Ausbau des Streckennetzes und dem noch für heuer anvisierten Zukauf eines Flugzeugs wieder zu wachsen. “Das alles soll aber mit Augenmaß geschehen”, betonte Moser.

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