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Internet-Anmeldung mit Fingerabdruck

Auf Grund vieler Phishing-Attacken und Passwort-Diebstahlsprogramme wird nicht nur die Anmeldung auf Websites mit Benutzernamen und Passwort, sondern auch die Absicherung von Transaktionen mittels TAN als unsicher eingestuft.

Mit dem Produkt ekey Worldwide will der österreichische Biometriespezialist ekey nun Online-Anwendungen wie E-Banking sicherer machen.

Laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner entstanden durch Phishing-Angriffe (Diebstahl von Benutzerdaten und TANs mittels gefälschter Webseiten) weltweit bereits 2,3 Mrd. US-Dollar (1,88 Mrd. Euro) Schaden. In Österreich beläuft sich der Schaden laut ekey auf mehr als 400.000 Euro. Der Markt für Alternativen zur mittlerweile als unsicher geltenden Anmeldung mit Benutzernamen und Passwort wächst daher kontinuierlich.

Mit einem auf Fingerabdrücken basierenden System will nun die aus der Voest-Alpine hervorgegangene österreichische Firma ekey den etablierten Anbietern wie A-Trust (Anmeldung mit Smartcard) oder RSA (Einmal-Passwörter mittels Token) Konkurrenz machen. Das System ermöglicht einerseits die eindeutige Identifizierung der Person, bietet aber andererseits etwa Banken auch die Möglichkeit, die Transaktion eindeutig zu identifizieren, sodass sowohl die Anmeldung, als auch die Freigabe der einzelnen Buchungen über den Fingerabdruck realisiert werden kann.

Die Vorteile der Lösung sieht Leopold Gallner, Geschäftsführer der ekey biometric systems GmbH, sowohl in der Einfachheit des Systems – Finger hat man immer dabei -, als auch in der Vielfältigkeit der Lösung. Diese kann auch für die Anmeldung am PC und etwa die Zeiterfassung verwendet werden. Zum Einsatz kommt das System bereits bei der österreichischen Oberbank oder der Service-Plattform für Gefahrguttransporte „Cargotrust“.

Seit dem Management-Buyout Ende 2002 hat sich die Mitarbeiterzahl des in Linz beheimateten und profitabel operierenden Unternehmens von sechs auf über 60 erhöht. In Österreich, wo auch produziert wird, konnte ekey den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 344 Prozent steigern, bei der deutschen Tochter um 445 Prozent. ekey biometric systems ist in 42 Ländern tätig, wobei der Exportanteil rund 80 Prozent beträgt. Dieser soll laut Signot Keldorfer, Marketing-Geschäftsführer von ekey biometric systems, „in Richtung 97 Prozent“ ausgebaut werden.

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