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Interessantes über das Naturjuwel Schuttannen

Über 50 Interessierte lernten bei einer Exkursion mehr über Schuttannen kennen.
Über 50 Interessierte lernten bei einer Exkursion mehr über Schuttannen kennen. ©TF
Informationen über die Alpen, die Landschaft, Tiere und Pflanzen in Schuttannen
Gut besuchte Exkursion nach Schuttannen

Hohenems. Stadt und Volkshochschule luden am vergangenen Sonntag anlässlich der Umweltwoche zur Exkursion „Schuttannen im Wandel der Zeit – von Älplern, Pflanzen und Vögeln“.

54 Personen nahmen bei traumhaftem Wetter, wolkenlosem Himmel und kilometerweiter Sicht an der Exkursion mit vielen interessanten Inhalten über die Geschichte der Region Schuttannen und ihrer Älpler(innen) teil. Der Wandel der Zeit wurde anschaulich von Kurt Mathis und dem Obmann der Agrargemeinschaft Karl Klien erzählt. Kurt Mathis erinnerte an Hüttengeschichten, die Erschließung oder die frühere Holzbringung ins Tal, deren Spuren heute noch sichtbar sind.

Karl Klien informierte über die aktuelle Bewirtschaftung. Der starke strukturelle Wandel in der Landwirtschaft ist auch auf den Alpen spürbar. So wird es zunehmend schwierig, Personal für notwendige Arbeiten auf Alpen zu finden. Durch das geänderte Freizeitverhalten der Bevölkerung wird Schuttannen von vielen Naturliebhabern und Sportlern im Winter und Sommer genützt und lädt zum Entspannen, Wandern, Entdecken und Genießen ein. Die Alpen sind aber nur durch Jahrhunderte lange Offenhaltung der Landschaft zu dem geworden, was wir heute als Naherholungsgebiet schätzen.

Das Landschaftsbild, wie wir es heute vorfinden, hat sich durch die traditionelle Bewirtschaftung durch Alpvieh und Weidepflege entwickelt. Es entstand eine unverzichtbare Landschaft für viele Pflanzen- und Tierarten. Daher finden wir inmitten von Rindern und großen grünen Flächen geschützte Orchideenarten wie das gefleckte Knabenkraut und das weiße Waldvögelein. Verschiedene Farne, Rossminze, Süßgras, Thymian, Frauen- und Silbermantel und vieles mehr ergänzen die typische Alpflora. Katharina Waibel hat mit ihrem großen Wissen und viel Begeisterung die Pflanzenwelt für die Teilnehmer zum Leben erweckt.

Auch für viele Vogelarten wurde das Alpweidegebiet zur wichtigen Lebensgrundlage, wie Karl Hirschböck mit großem Hintergrundwissen, Fernrohr und Bildtafel veranschaulichte. So finden sich etwa Langstreckenflieger wie der Baumpieper, Trauerschnäpper und Neuntöter, die im Tal bereits verschwunden sind, in Schuttannen. 

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