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Infomesse am LKH Feldkirch zum Weltkrebstag

Symbolbild zeigt Leukämie. - Diagnose Krebs – was kann ich selber tun? Angebot einer Informationsmesse am Weltkrebstag im LKH Feldkirch.
Symbolbild zeigt Leukämie. - Diagnose Krebs – was kann ich selber tun? Angebot einer Informationsmesse am Weltkrebstag im LKH Feldkirch. ©Vbg. Krankenhaus-BetriebsgmbH
Weltkrebstag am 4. Februar: Infomesse am LKH Feldkirch für Betroffene und Angehörige.

  • Montag, 4. Februar 2019, 16 – 20 Uhr, Panoramasaal LKH Feldkirch
  • Motto: „Krebs – was kann ich für mich selber tun?“
  • Sichtbarmachen der Möglichkeiten für Krebs-Patienten im Land Vorarlberg

Jährlich gibt es 1.700 Neuerkrankungen an Krebs in Vorarlberg, insgesamt ca. 16.000 Menschen leben im westlichsten Bundesland mit der Diagnose. Die Diagnose- sowie Behandlungsmethoden haben sich in den letzten 30 Jahren enorm verbessert, daher überleben und leben auch mehr Menschen mit Krebs. Nicht immer allerdings finden Betroffene die richtigen Anlaufstellen für ihre Bedürfnisse während und nach der Erkrankung.

Dies will die Onkologie am LKH Feldkirch gemeinsam mit der Krebshilfe Vorarlberg nun ändern: Am Weltkrebs werden Betroffene und Angehörige zu einer sog. Informationsmesse eingeladen. Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten und das Angebot im Land sichtbar zu machen.

Die Diagnose Krebs wirft die betroffenen Menschen – und auch ihre Angehörigen immer aus der Bahn. „Auch wenn sich die Überlebensrate bei Krebserkrankungen deutlich verbessert hat, ist es zuerst einmal ein Schock“, erfährt Onkologe Prim. Doz. Dr. Holger Rumpold, Leiter der Schwerpunktabteilung für Innere Medizin II am LKH Feldkirch, jeden Tag bei seiner Arbeit.

Und das Leben nach einer Krebsbehandlung – oder mit Krebs – ist ein anderes als es vor der Diagnose war. Betroffene und ihre Angehörigen haben einen völlig neuen Alltag zu bewältigen und oft viele Fragen: Wie gehe ich selber mit der Erkrankung? Wie die Angehörigen? Kann ich noch arbeiten? Wie genau funktioniert die Therapie? Ab wann kann ich wieder arbeiten? Wo bekomme ich oder meine Familie finanzielle, psychologische und soziale Unterstützung in der schweren Zeit? Was kann/darf ich essen? Was kann ich bei enormen Haarausfall tun? Wie funktioniert z.B. eine Brustrekonstruktion nach einer Krebsoperation? …und viele Fragen mehr, deren Beantwortung eine Erleichterung darstellen kann. Diesen Fragen wollen sich die Feldkircher Abteilung gemeinsam mit der Krebshilfe Vorarlberg und den Selbsthilfegruppen anlässlich des Weltkrebstages aktiv widmen – und gemeinsam das gesamte Spektrum an Hilfe und Möglichkeiten im Falle einer Krebserkrankung in Vorarlberg aufzeigen. „Uns ist es wichtig, dass der Patient nach – oder auch während – der Behandlung im Krankenhaus im Versorgungsnetz außerhalb bleibt – und dass bekannt ist, welche Einrichtungen und Anlaufstellen die Betroffenen nützen können, um sich Hilfe zu holen“, so Rumpold.

Infoprogramm zum Weltkrebstag: Konzentrierte Informationen bei Krebserkrankung

Die verantwortlichen Stellen intramural (Landeskrankenhaus Feldkirch) und extramural (Krebshilfe, Selbsthilfegruppen, wer noch?) bieten zum Weltkrebstag am 4. Februar von 16-20 Uhr eine „Infomesse“ für Betroffene und Angehörige im Panoramasaal des LKH Feldkirch an: Auftakt sind 3 Impulsvorträge zu je 15 Minuten mit Möglichkeit zum Fragen stellen: Schwerpunkt Medizin, Psychoonkologie und sozialrechtliche Aspekte z.B. beim Wiedereinstieg ins Berufsleben. Im Anschluss an die Vorträge können die Besucher sich an den einzelnen „Messeständen“ die Informationen holen, die sie brauchen: An einem Stand wird etwa über medizinische Aspekte aufgeklärt, an einem anderen die psychologische Situation und Stärkung von professionellen Psychoonkologen unterstützt, ein weiterer Stand bietet Informationen zur Ernährung, zur Selbsthilfe oder auch zum Thema „Beruf und Krebs“. Ganz besonders wichtig ist den Organisatoren auch die Station „Schönheit und Krebs“. „Hier geht es etwa um Themen wie Haarausfall nach Chemotherapie und Perücken, aber auch um die Rekonstruktion einer Brust, die entfernt werden musste“, so Rumpold. Zudem werden an jedem Messestand Kärtchen aufliegen, um auch anonyme Fragen zu stellen, die dann in einer abschließenden offenen Gesprächsrunde beantwortet werden sollen: „Was ich schon immer fragen wollte, aber mich noch nie zu fragen getraut hatte“. Ab 20 Uhr werden die Besucher dann noch zu einem kleinen Umtrunk eingeladen.

„Dies soll eine Auftaktveranstaltung sein, eine Motivation, dass die Betroffenen und ihre Angehörigen die Möglichkeiten, die sie nach der Diagnose Krebs für das Fortführen ihres Lebens brauchen, kennen – und vor allem: nutzen lernen. Hier arbeiten wir alle zusammen: vom Krankenhaus über die Krebshilfe bis zur Selbsthilfegruppe – damit diese Menschen nicht in ein Loch fallen, sondern im Versorgungsnetz bleiben. Und Vorarlberg hat ein gutes Versorgungsnetz. Das möchten wir bekannt machen“, erklären die Organisatoren der Infomesse zum Weltkrebstag ihre Motivation.

  • Eingeladen sind Betroffene und Angehörige
  • Teilnahme & Parken sind kostenfrei
  • Anmeldung ist nicht nötig
  • Wir bitten – sofern möglich – um Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel

Programm

16 – 17 Uhr: Impulsvorträge á 15min inkl. 5min für Fragen

  • Impulsvortrag 1: Medizin: Krebs gestern, heute und morgen…: Prim. Doz. Dr. Holger Rumpold, OA Doz. Dr. Thomas Winder, LKH Feldkirch
  • Impulsvortrag 2: Psychoonkologie: Wie geht es mir mit der Diagnose Krebs?: Dr. Simone Bösch, Psychoonkologin LKH Feldkirch, Mag. Maria Stadler, Österr. Krebshilfe Vorarlberg
  • Impulsvortrag 3: Beruf und Krebs. Beruf und Krebs – Sozialrechtliche Aspekte: Krebshilfe Mag. Elke Oswald und Daniela Sichau, ÖZIV (österr. Zivil-Invalidenverband)

17-19 Uhr: „Infomesse“ & Stationen

  • Station 1: Diagnose Krebs – Medizinische Aspekte
  • Station 2: Wie geht es mir mit der Diagnose Krebs? – Psychoonkologie intra- und extramural
  • Station 3: Beruf & Krebs (Krebshilfe, ÖZIV)
  • Station 4: Ernährung & Krebs (LKHF Diaetologie & Krebshilfe Ernährungsberatung)
  • Station 5: Schönheit & Krebs – Tipps zum Wohlfühlen (Plastische Chirurgie zur Rekonstruktion der Brust z.B., z.B. Friseur)
  • Station 6: Krebs & ich – Hilfe zur Selbsthilfe (Selbsthilfegruppen)

19-20 Uhr: offene Gesprächsrunde

  • Fragen oder anhand der an den Stationen ausgefüllte Kärtchen „Was ich schon immer fragen wollte, aber mich noch nie zu fragen getraut hatte“

Ab 20:00 Uhr: Ausklang mit Getränken und Brötchen

 

Weltkrebstag: Zahlen, Daten, Fakten

In Österreich erkranken jährlich rund 40.000 Menschen neu an Krebs (Inzidenz), 1.700 davon in Vorarlberg (ca. 4%). Die Prävalenz liegt in Österreich bei rund 360.000 Menschen, die mit Krebs leben, in Vorarlberg sind ca. 16.000 Patienten betroffen. „Während allerdings in den 80er und 90er Jahren jeder Dritte überlebt hat, überlebt heute fast jeder zweite Betroffene. Die Überlebensrate ist also von 35%–45% auf heute 60%-70% gestiegen. Überleben bedeutet, dass dieser Anteil an Patienten mit Diagnose Krebs nach 5 Jahren noch lebt. Der Grund dafür ist ganz einfach die Verbesserung der Therapiemöglichkeiten, sowohl operativ als auch medikamentös.“

Häufigste Krebsarten

  1. Prostatakarzinom, Mammakarzinom
  2. Lungenkrebs
  3. Darmkrebserkrankungen
  4. Blutkrebsarten
  Österreich Vorarlberg
Inzidenz (Krebsneuerkrankungen/Jahr) Ca. 40.000 Ca. 1.700
Prävalenz Krebserkrankte
(Zahl der mit einer Krebsdiagnose lebenden Personen)
Ca. 360.000 Ca. 16.000
Mortalität (Zahl der jährlichen Krebssterbefälle) 20.000/Jahr 800/Jahr

Nützliche Links:

Quelle: Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H./Delacher

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