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Infektionskrankheit bei Feldhasen festgestellt

Land mahnt zu Vorsicht.
Land mahnt zu Vorsicht. ©Symbolbild/Pixabay/dpa
Bei einem in der Nofler Au aufgefundenen Feldhasen wurde erstmals in Vorarlberg Tularämie nachgewiesen. Eine Übertragung auf den Menschen kann nicht ausgeschlossen werden, das Land mahnt zu Vorsicht.

Wie die Abteilungen Veterinärangelegenheiten und Sanitätsangelegenheiten im Amt der Landesregierung bekanntgeben, wurde bei einem vergangene Woche in der Nofler Au bei Feldkirch tot aufgefundenen Feldhasen der Erreger der Tularämie (Hasenpest), eine Infektionskrankheit bei Hasen und Nagetieren, nachgewiesen. Es ist dies der erste festgestellte Fall bei einem Hasen in Vorarlberg.

Vorkommen bislang nur in Ostösterreich

Vorkommen gab es bislang im Osten Österreichs. In der jüngeren Vergangenheit waren auch Fälle im süddeutschen Raum und in der Schweiz bekannt geworden. Bei der Tularämie handelt es sich um eine bakterielle Infektion. Eine Übertragung auf den Menschen kann nicht ausgeschlossen werden.

Deshalb wird empfohlen:

– Tote Hasen oder andere Nagetiere nicht mit bloßen Händen anzugreifen.

– Das Fleisch von Hasen nur in gegartem Zustand zu verzehren.

– Bei grippeartigen Erkrankungen mit Fieber und Gliederschmerzen den Hausarzt aufzusuchen. Eine rechtzeitige Antibiotikatherapie hat im Allgemeinen einen guten Behandlungserfolg

Factbox: Tularämie

Erreger und Übertragung

Tularämie ist eine bakterielle Infektion, die durch das Bakterium Francisella tularensis (mit verschiedenen Unterarten) ausgelöst wird. Das Bakterium befällt vor allem wildlebende Hasen, Kaninchen und Nagetiere wie Mäuse, Ratten, Eichhörnchen, wird aber auch in der Umwelt (Wasser, Erde) gefunden. Gelegentlich wird die Tierkrankheit auf den Menschen übertragen (Zoonose). Eine Mensch-zu-Mensch Übertragung ist nicht bekannt. Gemeldete Tularämiefälle beim Menschen sind in Österreich häufig auf einen Kontakt mit Feldhasen zurückzuführen.

Krankheitsbild bei Menschen

Die Zeitspanne vom Zeitpunkt der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit kann 1 bis 14 Tage betragen, in der Regel sind es 3 bis 5 Tage.

Meist entsteht an der Kontaktstelle ein schmerzloses Geschwür. Damit einhergehende häufige Symptome sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und schmerzhafte Schwellung der regionalen Lymphknoten. Je nach Art der Infektion kann es zu unterschiedlichen Krankheitsverläufen mit unterschiedlichen Symptomen wie z.B. Pharyngitis, Erbrechen, Durchfällen oder abdominellen Schmerzen kommen. Eine rechtzeitige Antibiotikatherapie hat einen guten Behandlungserfolg.

Nähere Information zur Erreger, Krankheitsbild, Verbreitung und Vorbeugung finden sich im Internet unter https://www.bmgf.gv.at/home/tularaemie

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