"In jedem der 14 Spiele punkten"

SCRA-Sportdirektor Walter Hörmann glaubt an das "neue" Altach und an den Klassenerhalt in der tipp3-Bundesliga. Ze Adriano hat gefallen.

15 Länderspiele betritt er für Österreich, in St. Gallen spielte Walter Hörmann mit den Ländle-Assen Gerhard “Bubu” Ritter und Martin Gisinger. Als Sportchef bei cashpoint SCR Altach sucht er neue Spiele und möchte dem Klub auch helfen, professionelle Strukturen zu schaffen.

VN: Was reizt Sie an der Aufgabe Altach?
Walter Hörmann:
Es ist das Schwierige, das seinen Reiz hat. Ich sehe den Verein, die Leute die für ihn arbeiten und erkannt haben, wie wichtig professionelle Strukturen sind. Ich sehe für Altach als kleinen Verein eine Riesenchance. Mit meinem Wissen aus drei Jahrzehnten im Profifußball kann ich vielleicht helfen, auch mit den Leuten vom Olympiastützpunkt, einen durch und durch professionellen Verein im Land zu installieren.

VN: Es heißt, Sie haben 80 Spieler gecheckt. Wie muss man sich Ihre Arbeit vorstellen?
Hörmann (schmunzelt):
Es waren mehr . . . Im Ernst: Ich nutze mein Netzwerk. Das erlaubt mir, fast in jedem Land einen ehemaligen Weggefährten anzurufen und so Erkundigungen einzuholen. Damit weiß ich sehr schnell, welche Spieler für uns nicht in Frage kommen. Neben dem finanziell machbaren muss auch der Charakter stimmen. Und weil wir kein Risiko eingehen wollen, lassen wir die meisten Spieler auch noch zum Probetraining kommen

VN: Aber ein gewisses Risiko bleibt dennoch?
Hörmann:
Wir müssen uns eines bewusst sein: Wäre der Verein auf einem gesicherten Platz, könnte schon für den Sommer geplant werden und müsste nicht den den eh schon zu großen Kader investiert werden. Wir sind uns des Risikos bewusst. Meine Aufgabe ist es, dieses zu minimieren. Anders gesagt: Wir müssen im Frühjahr in jedem der 14 Spiele punkten und die direkten gewinnen.

VN: Wie wollen Sie als Sportdirektor gesehen werden?
Hörmann:
Ich denke sportlicher Leiter klingt besser. Vor etwa eineinhalb Jahren musste ich mich entscheiden, Trainer oder Manager. Als Trainer bin ich nicht an meiner Qualifikation, sondern an den Strukturen gescheitert. Mein Ruf war nicht mehr gut. Nun versuche ich, den Trainern die Strukturen, in denen sie in Ruhe arbeiten können. Wenn man von einem Trainer überzeugt ist, muss nicht gleich die ersten Krisen zur Entlassung führen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich zu Beginn meiner Arbeit als Manager noch zu oft wie ein Trainer gedacht habe. Jetzt fühle ich mich wohl und merke, dass es mir liegt.

VN: Den Trainer Hörmann wird es also nicht mehr geben?
Hörmann (schmunzelt):
Im Fußball sollte man nie nie sagen. Vielleicht irgendwann – wenn ich sehe, dass die Strukturen passen.

VN: Sie arbeiteten auch in Liechtenstein bei Vaduz. Lässt sich dieser Verein mit Altach vergleichen?
Hörmann:
Als ich 2003 nach Vaduz kam, war es ein Verein wie Altach etwa vor drei Jahren. Ich habe den Leuten eine Vision gegeben. Der Aufbau in Vaduz war auf Grund der finanziellen Möglichkeiten sicherlich leichter, aber sportlich ist es für sie nicht leichter als für Altach. Aber wenn man das infrastrukturelle Umfeld in Vaduz anschaut, so könnte es doch als Vorbild dienen. Vor allem auch, was die Vereinsstrukturen betrifft.

VN: Zurück zu Altach. Vier Spieler wurden bislang verpflichtet, was dürfen die Fans noch erwarten?
Hörmann:
Drei, vier Spieler würden uns guttun, aber es ist auch immer die wirtschaftliche Komponente wichtig. Ein Stürmer, ein echter Brecher würde uns ebenso guttun, wie eine hängende Spitze. Dann wären wir, da gehe ich mit dem Trainer konform, einfach vom Spielsystem her variabler. Diesbezüglich dürfen sich die Fans sowieso freuen. Georg Zellhofer ist taktisch absolut top und so wird die Mannschaft im Frühjahr sicher variabler spielen.

SCR Altach findet Gefallen an Zé Adriano

Schön langsam füllt sich die Kaderliste bei cashpoint SCR Altach. So gilt es als sicher, dass der Brasilianer Zé Adriano einen Vertrag erhält, auch wenn es von Seiten des Klubs noch keine Bestätigung gibt. Schon beim Fanstammtisch lobte Hörmann den 23-jährigen Verteidiger aus Sao Paulo („Die beste Jugendarbeit in Brasilien). Zu gefallen weiß derzeit im Training auch der US-Amerikaner Lyle Adams.

 

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