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In Göfis wird Naturvielfalt gelebt

Zahlreiche Teilnehmer waren zum Vortrag und Praxisworkshop „Naturvielfalt“ in Göfis gekommen.
Zahlreiche Teilnehmer waren zum Vortrag und Praxisworkshop „Naturvielfalt“ in Göfis gekommen. ©Emir T. Uysal
Vortrag und Praxisworkshop für Göfner Naturinteressierte.
Naturvielfalt Göfis

Göfis. (etu) In der bugo fand kürzlich ein Vortrag zur Naturvielfalt Göfis statt, der dann am kommenden Tag als Praxisseminar im Gemeinschaftsgarten fort- und umgesetzt wurde. In Göfis wurden bereits verschiedene Maßnahmen zur Naturvielfalt durchgeführt. Besonderes Interesse zeigten die Zuhörer an den bei der Schulwiese angewandten Methoden der Saatgut-Übertragung. Der Großteil der Schulwiese wird nur mehr zweimal pro Jahr gemäht, damit die Blumen aussamen können. „Durch konsequentes Abräumen des Schnittgutes wird der Boden abgemagert, so dass sich Wildblumen dort besser ansiedeln können“, erklärte Margareta Baldessari.
Bei den Parkplatzrabatten vor der Volksschule Kirchdorf wurde die Methode eines Erdaustausches gewählt, bei dem der fette Boden abgeschöpft und anschließend ein mageres Substrat eingefüllt wird. „Eine dünne Schicht von unkrautfreiem Kompost ermöglicht den Wildblumensamen ein rasches Entwickeln“, berichtete Helmut Sonderegger und zeigte Bilder von den Maßnahmen.

Bienensterben feststellbar
Simone König von der Bodenseeakademie vermittelte den Zuhörern Sinn und Zweck solcher Maßnahmen und zeigte auf, welche Probleme sich einstellen, wenn Bienen und die anderen Bestäuber verhungern. Finden Bienen und die anderen Bestäuber wie Hummeln, Wildbienen und andere Insekten in ihrer näheren Umgebung nicht das ihnen entsprechende Nahrungsangebot, so geht die Bestäubungsleistung dramatisch zurück. Das Bienensterben ist mengenmäßig leicht feststellbar und wird deshalb öffentlich diskutiert, bei den anderen Bestäubern ist dies nur von Experten registrierbar.
Als praxisorientierte Ergänzung zum Vortragsabend konnten am kommenden Tag im Göfner Gemeinschaftsgarten drei Baumscheiben mit drei unterschiedlichen Methoden zu Blühflächen umgewandelt werden. Helmut Sonderegger und Margareta Baldessari erklärten die einzelnen Arbeitsschritte, die dann von den Kursteilnehmern praktisch umgesetzt wurden. Anschließend begannen die Kursteilnehmer mit dem Aufbau einer Totholzecke, die als Nist- und Lebensraum für viele Tiere dienen soll. Damit sind Lebensraum und Nahrungsangebot in unmittelbarer Umgebung ideal verbunden. Die angestrebte Vielfalt an Blumen soll möglichst viele verschiedene Wildbienen und Insekten anlocken, die auch im Garten als Nützlinge ihre wertvolle Arbeit für uns Menschen verrichten.

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