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In der Schweiz entstehen Geisterstädte

Immobilienboom hält an.
Immobilienboom hält an. ©AFP
Der Bauboom in der Schweiz hat auch seine Kehrseiten: Tausende Wohnungen stehen leer. Pro Jahr entstehen 8.000 Wohnungen, für die es keine Interessenten gibt.

Wie das “Handelsblatt” berichtet, entstehen in der Schweiz weit mehr Wohnungen, als gebraucht werden. Momentan stehen 70.000 Wohnungen leer. Und allein dieses Jahr seien 8.000 leere Apartments dazugekommen – eine kleine Geisterstadt. Mittlerweile wird in Inseraten um Interessenten für die Wohnungen gebuhlt: “Wunderschönes, neu renoviertes Studio zu vermieten, zwei Mietzinsen gratis“, heißt es in einer Anzeige etwa, oder: “Zu Weihnachten schenken wir Ihnen die ersten zwei Nettomietzinsen!“

Expertin: Regionale Fehlentwicklungen

Expertin Ursina Kubli, die das Immobilienresearch der Zürcher Kantonalbank (ZKB) leitet, betont im Gespräch mit dem Handelsblatt, dass es sich um regionale Fehlentwicklungen handle. In Städten wie Zürich oder Genf würde nur wenig neu gebaut. Deshalb gingen die Investoren dorthin, wo es günstig neues Bauland gebe – und das seien vor allem ländlich geprägte Gemeinden.

Huttwil: 15 Prozent der Wohnungen stehen leer

Der Bericht führt das Beispiel der 5.000-Einwohner-Gemeinde Huttwil an: Dort stehen inzwischen 15 Prozent der Wohnungen leer. Trotzdem wird gebaut, obwohl Huttwil relativ weit von den Zentren entfernt liegt. Die nächste Autobahnauffahrt befindet sich in zwanzig Kilometer Entfernung. Mit dem Zug sind Bern oder Zürich eine Stunde entfernt.

Investoren entgeht Milliarde

Durch die leerstehenden Wohnungen entgehe den Investoren pro Jahr rund eine Milliarde Franken an Mieteinnahmen. Doch die tiefen Zinsen der Schweizer Nationalbank drängten weiter zu Investitionen am Immobilienmarkt: Die SNB hält die Zinsen aus Angst vor einem starken Franken trotz eidgenössischem Wirtschaftsboom bei 0,75 Prozent. Würde die SNB die Zinsen erhöhen, könnte das auch für den Bauboom gefährlich werden, so das “Handelsblatt”.

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