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Impfstoff gegen Aids: Neue Studie nährt Hoffnung

Für eine der größten Herausforderungen in der modernen Medizin - die Entwicklung eines Impfstoffs gegen die tödliche Immunschwächekrankheit Aids - stehen die Chancen einer neuen Studie zufolge besser als bisher gedacht.

Jüngste Versuche mit Rhesusaffen lassen annehmen, dass es möglich ist, mit bestimmten Versuchsimpfstoffen eine schützende Immunität zu erreichen, heißt es in einer am Sonntag online von der britischen Fachzeitschrift “Nature” veröffentlichten Studie.

Durch die Injizierung einer tödlichen Dosis des Affen-SI-Virus, eines engen Verwandten des menschlichen HI-Virus, gelang demnach eine Stimulation der körpereigenen T-Zellen, die ihrerseits an einer wirksamen Immunantwort des Körpers gegen Fremdstoffe beteiligt sind. Einmal aktiviert, greifen diese Immunzellen Eindringlinge wie Bakterien oder Viren an und tragen so zu deren Zerstörung bei. Auf diese Weise blieben die Versuchsaffen länger als 500 Tage nach der Infektion gesund.

Nachdem das US-Pharmaunternehmen Merck im vergangen Jahr die Erprobung eines zunächst erfolgversprechenden Impfstoffes gegen HIV gestoppt hatte, bestehe nun wieder Hoffnung, sagte der Leiter der Studie, Daniel Barouch vom Beth Israel Deaconness Medical Center in Boston.

Ein Grund für die immer wieder auftretenden Rückschläge bei der Suche nach Impfstoffen gegen Aids liegt darin, dass das HI-Virus äußerst wandlungs- und anpassungsfähig ist. Seit dem ersten Auftreten des Virus kam es in den verschiedenen Regionen der Erde zur Entstehung verschiedener Varianten.

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