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Impfmoral in der Bevölkerung sinkt

Die Impfmoral in Österreich sinkt. Der Volksanwalt fordert eine Impfpflicht.
Die Impfmoral in Österreich sinkt. Der Volksanwalt fordert eine Impfpflicht. ©dpa
Impfungen gelten als eine der wichtigsten Errungenschaften der Medizin. Krankheiten, die früher Millionen Menschen das Leben kosteten, verlieren mit einem kleinen Stich in den Oberarm ihren Schrecken. Trotzdem sinkt die Impfmoral der Bevölkerung.
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Rund 2,3 Millionen Mal wird in Österreich in jedem Jahr geimpft. Die Frage nach Risiken durch die Impfung klärt sich durch die Statistik: Zwischen 2007 und 2016 wurden 19 Impfschäden in Österreich registriert, die Gesamtzahl der Impfdosen in diesem Zeitraum betrug rund 32 Millionen.

Betroffene Mütter

Ein kleiner Stich, der Leben retten kann. Das weiß auch Karin Jungwirth heute. Auf Anraten ihres Kinderarztes lässt sie ihre Tochter Barbara vor 18 Jahren nicht gegen Masern impfen. Eine Entscheidung die Jahre später schwere Konsequenzen nach sich zieht.

Barabra Jungwirth ist heute selbst Mutter, in zwei Wochen bekommt sie ihr zweites Kind. Vor eineinhalb Jahren erkrankt die junge Frau an Masern, bekommt eine Lungenentzündung, gefolgt von einer Gerhirnhautentzündung. Bis heute leidet Barabara an den Folgen der Masernerkrankung, kämpft mit einer sogenannten Migräne mit Aura.

Karin Jungwirth denkt immer wieder an das Gespräch mit dem Kinderarzt vor 18 Jahren zurück: “Es ist für mich unverständlich, wie ein Mediziner so etwas raten kann. Er muss ja im Laufe seiner Karriere mitbekommen, was Masern bewirken können.” Es sei zermürbend gewesen, mitanzusehen wie das eigene Kind leidet und zu wissen, dass eine kleine Impfung das hätte verhindern können. “Ich habe gewusst, ich bin schuld.”

Volksanwalt fordert Impfpflicht

Im ersten Halbjahr 2018 haben sich in der WHO-Region Europa mehr als 41.000 Menschen mit Masern infiziert. Die WHO warnt daher und fordert die Mitgliedstaaten auf, Maßnahmen zu ergreifen. Auch in Österreich steigt die Zahl der Masern-Infektionen, stellte Volksanwalt Günther Kräuter am Mittwoch in einer Aussendung fest. Eine “Impfpflicht” sollte in den Mutter-Kind-Pass aufgenommen werden.

Kräuter erklärte: “Erst ab einer Durchimpfungsrate von 95 Prozent sind auch Menschen geschützt, die nicht gegen Masern geimpft werden können, wie etwa Säuglinge, Krebspatienten oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem.” Masern seien keine harmlose Kinderkrankheit, sondern hochansteckend und können schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. In 20 von 100 Masernfällen würden Komplikationen wie Bronchitis, Mittelohr- und Lungenentzündung auftreten. Bei etwa einem von 1.000 Erkrankten komme es zu einer lebensbedrohlichen Gehirnentzündung.

“Wenn Appelle und Aufklärungskampagnen nicht zum Ziel führen, ist ein verpflichtender Impfschutz unumgänglich”, erklärte Kräuter. Konkret schlug der Volksanwalt vor, Impfungen an die volle Auszahlung von Sozialleistungen im Rahmen des Mutter-Kind-Passes zu knüpfen. Bei der von Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) bereits angekündigten Reform des Mutter-Kind-Passes müsse dieser Punkt unbedingt berücksichtigt werden.

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(red/APA)

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