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Immer mehr Deiche brechen

Ein Großaufgebot von Katastrophenhelfern hat bis zum Dienstagmorgen nicht geschafft, einen gebrochenen Deich am Elbe-Umflutkanal östlich von Magdeburg zu schließen.

„Das Wasser fließt unaufhörlich weiter“, sagte ein Sprecher des Katastrophenstabs im Landratsamt Burg. Mehrere hundert Bundeswehrsoldaten, Feuerwehrleute und Angehörige des Technischen Hilfswerks seien pausenlos im Einsatz. Mit Steinen, Sandsäcken und Folien versuchten sie, das Loch im Deich wieder zu schließen. Knapp 500 Einwohner der Ortschaften Gübs, Klein-Gübs sowie in Teilen von Königsborn und Heyrothsberge würden in Sicherheit gebracht, sagte der Sprecher weiter.

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der russische Präsident Wladimir Putin berieten unterdessen in einem nächtlichen Telefonat über gemeinsame Maßnahmen gegen die Katastrophe. Kreml-Sprecher Alexej Gromow sagte laut der Nachrichtenagentur Interfax, in erster Linie seien praktische Hilfen erörtert worden. Russland hatte bereits am Sonntag Deutschland und weiteren vom Jahrhunderthochwasser betroffenen europäischen Staaten Unterstützung angeboten. In Südrussland, wo rund 60 Menschen durch Überflutungen starben, dauern die Aufräum- und Reparaturarbeiten fort.

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