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"Im Berg darf nichts passieren"

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Lochau - Lokalaugenschein auf der größten Baustelle des Landes. Mehr als 200 m lang mit einer sechs Meter tiefen "Baugrube" – und das alles "nur" für den Zusammenbau der riesigen Tunnelbohrmaschine, die sich ab Herbst durch den Berg fressen wird.

„Stellen sie sich vor, es bricht mitten im Berg ein besonders wichtiger Teil, womöglich einer, der an Ort und Stelle gar nicht ausgewechselt werden kann. Das könnte die Arbeiten um Monate verzögern“, begründet Bauleiter Michael Höllrigl die akribisch genauen Prüfungen der Bestandteile des Bohrgiganten, der fast 2000 Tonnen schwer sein wird, wenn „angedreht“ wird. Alles was den Technikern jetzt an Bestandteilen „verdächtig“ vorkommt, wird notfalls ersetzt, denn „im Berg darf nichts passieren“, gibt Höllrigl die klare Devise aus.

Aufbau im Plan

Seit etwa einem Monat werden die Teile zusammengebaut. Vorerst nur das „Fahrgestell“, das nicht nur den Bohrkopf samt Antrieb, sondern auch die Vorrichtung für die Tunnelauskleidung mit Fertigteilen und die ganze Infrastruktur einschließlich Materialförderband oder Kühlleitungen zu tragen hat. Unter der Brücke bleibt gerade noch eine Handbreit „Spiel“. Vor dem Tunnelportal ist eine riesige Baugrube ausbetoniert. „Hier wird der Bohrkopf und der Antrieb aufgebaut“, erläutert Höllrigl. „Wir liegen mit den Arbeiten im Plan, haben sogar noch etwas Polster herausgeholt.“

In etwa 100 Tagen wird der Bohrgigant in den Berg geschoben, dort sind die erforderlichen rund 100 m händisch vorgetrieben worden. Und in jenem ebenfalls rund 100 m langen Teil, der vor 30 Jahren beim Bau der ersten Tunnelröhre gebaut wurde, müssen Adaptionen vorgenommen werden. „Bis zu eineinhalb Meter müssen händisch abgetragen werden, denn dieses Material ist mit Eisen durchsetzt, das kann der Bohrer nicht bewältigen.“

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