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IfS-Interventionsstelle: Wer droht oder schlägt, der geht!

Röthis - Unterstützung erhalten Opfer von häuslicher Gewalt – sei diese körperlicher, sexualisierter oder psychischer Art – von der IfS-Interventionsstelle.

Es war eine schwere Zeit für mich, in der Sie mich nicht alleine gelassen haben. Ohne Sie hätte ich es nie geschafft.“ Dieser Dank einer Klientin an die Mitarbeiterinnen der IfS-Interventionsstelle macht deutlich, dass sich der Weg aus einer Gewaltbeziehung zumeist als äußerst schwierig gestaltet.

Im vergangenen Jahr setzten sich die Mitarbeiterinnen der IfS-Interventionsstelle „Handeln gegen Gewalt in der Familie“ für insgesamt 513 Personen – zu 92% Frauen, zu 8% Männer – und deren Rechte ein. Dank des seit zehn Jahren geltenden Gewaltschutzgesetzes wird die IfS-Interventionsstelle jedes Mal davon in Kenntnis gesetzt, wenn eine Wegweisung und ein Betretungsverbot ausgesprochen werden. So rasch als möglich werden die Opfer von einer Mitarbeiterin der IfS-Interventionsstelle kontaktiert, um ihnen Hilfe und Unterstützung anzubieten. „Das Gewaltschutzgesetz hat sich sowohl für die Polizei als auch für die betroffenen Opfer und die Beratung bewährt“, berichtet Elisabeth Kiesenebner-Bauer, Leiterin der IfS-Interventionsstelle und verweist auf die positive Bilanz von insgesamt 45.917 Wegweisungen/Betretungsverbote in Österreich bzw. 1.300 in Vorarlberg.

Die Erfolge, die in der Beratung erzielt werden, sind auch auf die gelungene Zusammenarbeit zwischen Opferschutzeinrichtungen, Exekutive und Gerichten zurückzuführen. „Es ist uns ein Anliegen, immer wieder auf die Bedeutung des gemeinsamen Handelns gegen Gewalt aufmerksam zu machen. Und gleichzeitig möchte ich unsere Wertschätzung gegenüber den Kooperationspartnern zum Ausdruck bringen“, so Kiesenebner-Bauer.

Um Betroffenen den Zugang zum Beratungsangebot noch leichter zu machen, wurden die Öffnungszeiten der IfS-Interventionsstelle erweitert. „Zudem konnten wir den Personalstand erheblich erweitern, so dass für jeden Bezirk mindestens eine Beraterin zur Verfügung steht“, zeit sich Kiesenebner-Bauer erfreut. Außerdem wurde auf das Problem sprachlicher Barrieren in der Beratung von MigrantInnen reagiert. Seit einiger Zeit wird die Beratung auch in türkischer Sprache angeboten.

Auch zukünftig steht der Schutz der Opfer von häuslicher Gewalt im Zentrum des Bestrebens der IfS-Interventionsstelle. Eine Novellierung des Gewaltschutzgesetzes wird angestrebt. Dabei sind u.a. eine Ausweitung der einstweiligen Verfügung, die Einführung eines neuen Tatbestandes der „beharrlichen Gewaltausübung“ und Opferschutzregelungen für den Zivilprozess in Begutachtung.

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