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"Ich wollte die aggressivste Linie fahren"

Mit hängendem Kopf und ungläubiger Miene saß die 26-Jährige minutenlang neben der Strecke, ehe sie zu den Interviews schritt.
Mit hängendem Kopf und ungläubiger Miene saß die 26-Jährige minutenlang neben der Strecke, ehe sie zu den Interviews schritt. ©AP Photo/Robert F. Bukaty
Innerhalb von nur drei Tagen hat die langjährige Alpin-Dominatorin in Yanqing schon zwei große Medaillenchancen liegen lassen.
Bitteres Slalom-Aus für Shiffrin

Die größte hat sie nun wohl noch in der Kombination. Sie werde versuchen, noch einmal den Reset-Knopf zu drücken, kündigte Mikaela Shiffrin nach dem Ausscheiden im Slalom an. "Vielleicht gelingt es mir diesmal besser", sagte sie. Auch, wenn sie nicht genau wisse, wie.

Shiffrin, normal die Konstanz in Person, kennt solche Situationen nicht. "Natürlich ist der Druck groß, aber das war nicht das größte Thema heute", sagte sie. "Ich wollte die aggressivste Linie fahren", analysierte sie ihren kurzen Lauf. Womöglich hat sie es mit ihrer Attacke übertrieben. "Ich bin mit starker Mentalität gestartet - dann war ich draußen", sagte sie. "Es ist enttäuschend."

Lindsey Vonn spendet Trost

Der Slalom ist Shiffrins absolute Paradedisziplin. Neben Olympia-Gold 2014 holte sie hier schon vier WM-Titel und 47 Weltcup-Siege - mehr als jedes andere Ski-Ass in einer Disziplin. "Das nimmt nichts weg von ihrer noch immer herausragenden Karriere. Dieses eine Rennen ändert daran nichts", sagte ihre Landsfrau Lindsey Vonn dem TV-Sender NBC zu Shiffrins Aus im Torlauf.

Die 2019 zurückgetretene Vonn ist mit 82 Weltcup-Siegen die einzige, die in der ewigen Bestenliste der Damen noch vor Shiffrin (73) liegt. Medaillen bei Olympia haben sie beide jeweils drei - Shiffrin zwei goldene, Vonn eine. Will Shiffrin in China noch eine weitere, muss sie sich schnell wieder fangen.

(APA/VOL.AT)

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