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„Ich diene dort, wo ich hingeführt werde“

Pater Maxentius sieht mit Freude auf sein silbernes Priesterjubiläum, das für den 26. Juni geplant ist.
Pater Maxentius sieht mit Freude auf sein silbernes Priesterjubiläum, das für den 26. Juni geplant ist. ©Edith Hämmerle
Guardian P. Maxentius feiert sein 25-jähriges Priesterjubiläum in Dornbirn.
Pater Maxentius

Dornbirn. Wer Pater Maxentius kennt, weiß, dass er lieber im Hintergrund wirkt. Er liebt die Stille des Klosters. Er macht nicht viel Aufhebens um seine Person. Bei Festlichkeiten zieht er sich gerne zurück. Doch einmal macht er eine Ausnahme – bei seinem 25-jährigen Priesterjubiläum. Am 9. Mai 1996 wurde er in Polen zum Priester geweiht. Nach 25 Jahren seelsorgerischer Tätigkeit möchte er nun sein silbernes Jubiläum in Dornbirn gebührend feiern.
An seine Priesterweihe erinnert er sich gerne zurück. Es ist ein erhebendes Ereignis im geistlichen Leben. Dazu wählte er einen auf ihn maßgeschneiderten Primiz-Spruch, indem er sich von Gott zum Knecht berufen lässt. Dabei vertraut er auf seine Zusage: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.“ So startete der junge Franziskanerpater als Religionslehrer in seinem Heimatland in das Berufsleben, unterrichtete an verschiedenen Schulen und wirkte in fünf Klöstern als Priester mit, ehe er im Jahr 2006 nach Dornbirn versetzt wurde. Er folgte dem Ruf von Pater Provinzial Adrian, der viele Jahre im Kloster Bludenz wirkte und jetzt Pfarrer in Lech ist.

In Dornbirn gut eingelebt

Mit den Jahren hat sich Pater Maxentius in Dornbirn gut eingelebt. Er wirkt als Priester in verschiedenen Pfarren mit, wie auch in Pflegeheimen und im Dornbirner Krankenhaus. Im Mai 2019 wurde er zum Guardian im Kloster bestellt. Seine Freizeit verbringt der Pater gerne in der Natur, beim Wandern in den Bergen. Er schätzt die Bergwelt, die hier direkt vor der Haustüre liegt und ihm zahlreiche Motive zum Fotografieren bietet, erzählt er und weiter: Er bevorzuge die Dornbirner Hausberge Karren und Staufen und auch das Ebnit habe es ihm angetan. Das Gebiet, das inmitten einer einmaligen Bergkulisse liegt, sieht er als Ausdruck der Schöpfung in Kleinformat. Hier genießt er die Ruhe und auch die Abwechslung vom klösterlichen Leben. Ab und zu streift er das Heimweh ab und fährt nach Polen, um seine Mutter und seine Schwestern zu besuchen.

Jubiläumsfeier am 26. Juni

Die geplante Feier zum Priesterjubiläum am 9. Mai sei pandemiebedingt nicht das beste Datum. Es kommen auch Gäste aus Polen, Deutschland und der Schweiz, für die der Besuch momentan erschwerend sei, meint der inzwischen 52-jährige Priester. Er stellt den 26. Juni in Aussicht. Es ist ein besonderes Datum, nämlich der Namenstag des heiligen Maxentius. Außerdem könne man Anfang Sommer mit wärmeren Temperaturen rechnen. Das böte die Möglichkeit, die Agape und das gesellige Beisammensein nach der Festmesse um 17 Uhr in den Klostergarten zu verlegen. Ebenso wäre die musikalische Umrahmung durch die 60er Musikanten, als Traditionsmusik des Klosters, gegeben. Die Pandemie spricht Pater Maxentius zum Schluss noch einmal an. Dadurch sei der Spendenfluss rückläufig, das sei nach der langen Sanierungsphase des Klosters sehr bedauerlich. So sind die Patres wieder für jede Unterstützung dankbar, dankbar aber auch für das bisher geleistete große Engagement von allen Seiten. EH

 

Zur Person
Guardian P. Maxentius Walczynski OFM
Geboren: 11. März 1969 in Polen
Wohnort: Franziskanerkloster Dornbirn
Werdegang: Volksschule, Gymnasium
1988: Noviziat (Probejahr zur Aufnahme in den Orden), danach Ablegung des Gelübdes
1989 bis 1995: Studium der Philosophie und Theologie
1995: Diakonatweihe und Abschluss des Studiums zum Magister
1996: Priesterweihe in Posen (Polen)
Unterrichtete fünf Jahre als Religionslehrer (zuletzt an der allgemeinbildenden Pflichtschule für Lernbehinderte, für körperlich oder geistig behinderte oder schwer erziehbare Kinder und Jugendliche), leitete außerdem die „Franziskanische Jugend“ in der Ordensprovinz Posen und wirkte bis 2006 in fünf Klöstern.
2006: Franziskanerkloster Dornbirn
2019: Ernennung zum Guardian
Hobbys: Bergwandern, Fotografieren
Primiz-Spruch: „Du bist mein Knecht, ich habe dich erwählt und dich nicht verschmäht. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.“
(Jes 41, 9-10)

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