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"Ich bin vom Gesetz her Personalchef in Bregenz"

Der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch zu Gast bei "Vorarlberg LIVE".
Der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch zu Gast bei "Vorarlberg LIVE". ©Screenshot VOL.AT
Bürgermeister Michael Ritsch bezog am Freitag bei "Vorarlberg LIVE" Stellung zu den Vorwürfen er betreibe Postenschacher in Bregenz, und warum er seine Personalentscheidungen getroffen hat.

Für seine Personalentscheidungen wird der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch praktisch seit Beginn seiner Amtszeit von der Opposition scharf kritisiert. Bei "Vorarlberg LIVE" hat Ritsch über die Vorwürfe und die Bregenzer Stadtpolitik gesprochen.

Personalchef

An erster Stelle stehe für ihn, so Ritsch, dass er als Personalchef der Stadt auf höchster Ebene ein Team habe, mit dem er nach seinen Vorstellungen zusammenarbeiten könne. Sein Ziel sei es gewesen, eine Struktur zu schaffen, mit der er die nächsten zehn Jahre zusammenarbeiten könne.

Im Gespräch mit Pascal Pletsch erklärt Bürgermeister Ritsch seine einzelnen Personalentscheidungen, besonders jene zur Besetzung der Direktion der Musikschule Bregenz, im Detail.

Dass es der ÖVP in Bregenz schwerfalle zu akzeptieren, nach 30 Jahren nicht mehr zu entscheiden, könne er durchaus verstehen. Kritik an ihm selbst sei er gewohnt, damit habe er auch kein Problem, meint Ritsch. Er stelle sich aber vor seine Mitarbeiter, die öffentlich nicht attackiert werden sollten. In 25 Jahren als Oppositionspolitiker in Bregenz habe er nie Personalentscheidungen seines Vorgängers Markus Linhart öffentlich kritisiert, hält Ritsch fest.

Spiel der freien Kräfte

Ritsch ist nach wie vor überzeugt, dass seine Vorstellung vom "Spiel der freien Kräfte" in Bregenz funktioniert. Er sei sich bewusst, dass er bei jedem Thema um Mehrheiten kämpfen müsse, in manchen Fällen auch zur Kenntnis nehmen muss, dass er diese Mehrheiten nicht bekommt. Auf kommunaler Ebene sei diese Art der Politik aber der richtige Weg.

Nächste Projekte in Bregenz

Neben der Personaldiskussion habe man einiges auf den Weg gebracht freut sich Ritsch. So stehen in Bregenz in nächster Zeit einige Projekte an, einige davon auch Langzeitprojekte, die er von seinem Vorgänger übernommen habe und nun zu Ende bringen könne, so der Bürgermeister.

So werde die Pipeline ab Oktober noch einmal um 500 Meter verlängert, das Bildungshaus Rieden wird im September fertiggestellt, die Quartiersentwicklung Leutbühel wird begonnen und beim Festspielhaus werden 60,5 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren investiert.

Hallenbad und "Bregenz Mitte"

Der Neubau des Hallenbads Bregenz mit Sanierung des Strandbades, es geht um eine Summe von 60 Millionen Euro, 50 Millionen davon für das Hallenbad, steht bereits im Sommer an. Dabei hadelt es sich um ein Vorhaben bei dem Ritsch sich finanzielle Unterstützung vom Land und den umliegenden Gemeinden wünschen würde. Schließlich handele es sich um das einzige öffentliche Hallenbad im gesamten Bezirk Bregenz.

Und das Großprojekt "Bregenz Mitte" steht ebenfalls an. Ende Juni bekommt die Stadt eine aktuelle Studie zum Projekt und eine Machbarkeitsstudie der Bahn-Unterflur-Lösung für Bregenz. Im Sommer braucht es dann auch die politischen Entscheidungen dazu, schaut Ritsch durchaus positiv gespannt auf die nächsten Monate.

Die Sendung "Vorarlberg Live" ist eine Kooperation von VOL.AT, VN.at, Ländle TV und VOL.AT TV und wird von Montag bis Freitag, ab 17 Uhr, ausgestrahlt. Mehr dazu gibt's hier.

(VOL.AT)

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