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"Ich bin enttäuscht und leer"

Jürgen Melzer hat sein großes Ziel Wimbledon-Achtelfinale knapp verfehlt. Österreichs Nummer eins kassierte in der dritten Runde gegen Guillermo Coria trotz 2:0-Satzführung eine bittere Niederlage.

Nach 169 Minuten hieß es auf Court 18 aus Melzers Sicht 6:3,6:3,2:6,2:6,4:6. Der 24-Jährige verpasste damit die Chance, als erster Österreicher seit Alexander Antonitsch (1990) auf dem heiligen Rasen in die Runde der letzten 16 einzuziehen. Im Achtelfinale hätte einer der ganz großen Turnier-Favoriten auf Melzer gewartet – der US-Amerikaner Andy Roddick. “Ich bin sehr enttäuscht, ich bin jetzt sehr leer”, meinte Melzer nach dem Fünfsatz-Out. “Ich habe mir aber nicht allzu viel vorzuwerfen. Am Anfang ist er gegen eine Wand gerannt, danach bin ich gegen eine Wand gerannt”, bilanzierte der Wimbledon-Junioren-Sieger 1999, der das Break zum 3:2 im dritten Satz als Wendepunkt bezeichnete.

Wimbledon präsentierte sich am Samstag nach einem Temperatursturz mit Regenwolken und nur 15 Grad Celsius grau in grau. Dennoch legte Melzer nach seinen Auftakterfolgen mit breiter Brust los. Der Österreicher spielte in seinen Servicegames wie aus einem Guss, retournierte stark, hielt in den Grundlinienduellen gut mit, breakte zum 4:2 und servierte Satz eins sicher aus. Auch der zweite Durchgang entwickelte sich zu einer souveränen Geschichte, der ÖTV-Daviscupper durchbrach den Aufschlag des achtfachen ATP-Turnier-Siegers zum 2:1 und 6:3. Nach nur 58 Minuten führte Melzer 2:0. Der Wendepunkt der Partie passierte Mitte des dritten Satzes. Ab dem Spielstand von 1:2 machte der als Nummer 15 gesetzte Argentinier neun Games in Folge. Damit war die Partie wieder völlig offen – mit psychologischem Vorteil für den French Open-Finalisten des Vorjahres. Und der machte sich rasch bezahlt, denn Coria gelang das entscheidende Break zum 2:1. Melzer boten sich zwar noch vier Breakchancen, verwerten konnte er jedoch keine davon.

Abschied unter Tränen
Serena Williams hat das schlechteste Wimbledon-Ergebnis seit ihrem Debüt vor sieben Jahren verbucht. Die Drittrunden-Niederlage gegen Jill Craybas ging der Vorjahrs-Finalistin deshalb auch besonders nahe. “Ich habe überhaupt nichts richtig gemacht. Ich glaube, es wäre besser gewesen, zu Hause zu bleiben”, sagte die 23-Jährige unter Tränen. Während Serena die Koffer packen musste, bereiteten sich am ersten Wimbledon-Sonntag, dem traditionellen Ruhetag, die topgesetzte Lindsay Davenport und Kim Clijsters auf ihr Schlagerspiel im Achtelfinale vor. Bei den Herren widerfuhr der letzten britischen Hoffnung ein ähnliches Schicksal wie Jürgen Melzer: Der erst 18-jährige Andrew Murray führte gegen David Nalbandian mit 2:0-Sätzen, musste sich aber 7:6,6:1,0:6,4:6,1:6 geschlagen geben.

Die beiden Titelverteidiger Roger Federer und Maria Scharapowa sind glanzlos ins Achtelfinale eingezogen. Der Weltranglisten-Erste bezwang Nicolas Kiefer 6:2,6:7,6:1,7:5 und warf den letzten Deutschen aus dem Turnier. Scharapowa musste beim 6:2,6:4 über Katarina Srebotnik mehr kämpfen als es das Ergebnis ausdrückt.

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Wimbledon 2005
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