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IBK-Förderpreise 2010 überreicht

Feldkirch - Die diesjährigen Förderpreise der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) wurden in der Sparte Zeichnungen vergeben. Vorarlbergs Kulturlandesrätin Andrea Kaufmann überreichte heute, Mittwoch, im Pförtnerhaus in Feldkirch die Preise an acht Künstlerinnen und Künstler aus den Anrainerländern und -kantonen des Bodensees.
Link zur Bodenseekonferenz
Förderpreis 2010-Katalog
Förderpeis 2010 Begründungen

Die jährlich zu vergebenden Förderpreise richten sich an junge Kunstschaffende aus dem Bodenseeraum. “Mit den Preisen soll die Arbeit aufstrebender Künstlerinnen und Künstler in der Region näher bekannt gemacht und ein Beitrag zur Weiterentwicklung des künstlerischen Potentials geleistet werden”, sagte Landesrätin Kaufmann.

Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von einer internationalen Fachjury aufgrund der eingereichten Zeichnungen aus insgesamt 18 Nominationen ausgewählt. Die acht Förderpreise sind mit jeweils 10.000 Franken dotiert und gehen an:
Ingo Giezendanner (Jahrgang 1975), nominiert vom Kanton Zürich: Der gebürtige Basler erlangte 1996 den Lehrabschluss der Fachklasse für Grafik an der Schule für Gestaltung in Zürich. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz. www.grrrr.net. “Ingo Giezendanner ist ein leidenschaftlicher Zeichner. Mit dem ihm eigenen Zeichenstil vermag er in immer neuer und überraschender Weise Stadtlandschaften, Häuser und Gegenstände zu erfassen.”, heißt es in der Jurybegründung.

Anna Hilti (Jahrgang 1980), nominiert vom Fürstentum Liechtenstein, studierte unter anderem an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern und an der Universität der Künste Berlin. Ausstellungen in der Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Niederlande. www.annahilti.com. Jurybegründung: “Anna Hilti lotet in ihrem zeichnerischen Schaffen mögliche Strategien aus, welche mittels des Mediums zur Darstellung gebracht werden können. Hier geht es gleichwohl um inhaltliche Aspekte, das heißt, um das Erzählerische, wie auch um das Austarieren technischer Möglichkeiten.”

Stefan Inauen (Jahrgang 1976), nominiert vom Kanton Appenzell Innerrhoden. Studium an der Schule für Kunst und Gestaltung Luzern und an der Universität der Künste Berlin. Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und Deutschland. Die Jury stellte fest: “Die Zeichnungen des Appenzeller Künstlers Stefan Inauen bewegen sich in mehrfacher Hinsicht in einem Grenzbereich. Einerseits sind sie aufgrund der Technik (Sprühlack aus der Dose) eher im Bereich des Graffiti, also der Straßenkunst, anzusiedeln, andererseits verhalten sie sich zum eigentlichen Hauptwerk des Künstlers, den Plastiken und rauminstallativen Arbeiten, weniger komplementär als konträr.”

Ursina Monica Jäger (Jahrgang 1974), nominiert vom Kanton St. Gallen. Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern und am Goldsmith College in London. Ausstellungen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Großbritannien. www.muj.ch. Jurybegründung: “Monica Ursina Jäger verbindet in ihrer Arbeit natürliche Landschaft und konstruierte, gebaute Urbanität zu hybriden Räumen. In groß angelegten Tuschezeichnungen entwirft sie apokalyptische Szenerien. Latent schwingt in den Themen, die sie in ihren Bildern bearbeitet, auch ein kritischer Unterton mit. Die Darstellung der Zerstörung, ja Vergewaltigung von Landschaft stellt ganz grundsätzlich Fragen nach dem Umgang des Menschen mit seinem Lebensraum.”

Carolin Jörg (Jahrgang 1977), nominiert vom Land Baden-Württemberg. Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, der École Supérieure des Beaux-Arts de Toulouse und an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Mehrere Stipendien und Lehraufträge, seit 2009 Dozentur für Zeichnung an der École Nationale des Beaux-Arts de Lyon. www.carolinjoerg.com. Jurybegründung: “Ein geschwätziges Völkchen dort am Himmel: die Fallschirmspringer von Carolin Jörg, deren Umrisse mit Nägeln und einem daran entlanggespannten Faden an der Wand markiert sind. Schwebend der Faden vor der Wand, und für einen kleinen Augen-Blick entschwindet der eine oder andere Flieger. Ein fröhliches Treiben in freier Luft – Fallschirmspringer, die niemals landen.“

Valentin Magaro (Jahrgang 1972), nominiert vom Kanton Thurgau: Absolvent der Fachklasse für wissenschaftliches Zeichnen an der Schule für Gestaltung Zürich. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz, Deutschland und London. www.valentinmagaro.ch. In der Jurybegründung heißt es: “Valentin Magaro zeichnet mit präzisem Strich architektonische Räume, deren kulissenhafte Leere von Menschen, Tieren und Alltagsobjekten bevölkert wird, die sich in der surrealen Umgebung verlieren. Die Zeichnungen, die oft collagiert sind, erinnern in ihrer Monumentalität an Bilder der 1930er Jahre oder an die Plakatästhetik aus der DDR-Zeit. Ihr inhaltlicher Sinn bleibt dem Betrachter jedoch verborgen. Magaro lädt die Bilder bewusst mit Inhalten auf, die wir nicht deuten können und benutzt dafür Bildsprachen, die wir zu lesen gewohnt sind.”

Francisco Sierra (Jahrgang 1977), nominiert vom Kanton Appenzell Außerrhoden: Der gebürtige Chilene absolvierte ein Violinstudium in Schaffhausen und Utrecht (NL). Zahlreiche Auszeichnungen sowie Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und Deutschland. www.fsierra.ch. Die Jury begründete folgendermaßen: “Die Dinge, die Sierra in seinen Bildern zeigt, sind im Wesentlichen erfunden. Dieses Andere wird dann gerade in der teils virtuosen, teils mit einem bewussten Dilettantismus spielenden Figurendarstellung sichtbar: die Zeichnungen bilden Fragmente eines surreal gewordenen Universums ab, in dem Verstümmelung und Schönheit in trauter Einheit umhergehen – als wäre es doch ein Abbild der Welt.“

Katrin Ströbel (Jahrgang 1975), nominiert vom Land Baden-Württemberg. Studium an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart. Zahlreiche Preise und Stipendien. Etliche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Südafrika und Nigeria. www.katrin-stroebel.de. Jurybegründung ”Katrin Ströbel arbeitet mit einem sehr eigenwilligen Orientierungssinn, der sie auf ihren zahlreichen Reisen immer wieder anders verortet. Geradezu liebevoll und behutsam ist ihr Beobachten. Das jeweilige typographische Objekt wird sorgfältig aquarelliert – in ein Bildgeschehen transponiert, und ist im besten Sinne: Zeichnung.“

IBK-Förderpreise

Die Förderpreise der IBK werden seit 1991 jährlich in wechselnden Sparten verliehen. Es können maximal acht Preise in Höhe von jeweils 10.000 Schweizer Franken vergeben werden. Ausgezeichnet werden Personen mit herausragendem Potential in der jeweiligen Sparte, die nicht älter als 40 Jahre sind. Verantwortlich für die Durchführung der Jurierung ist die Kommission Kultur der IBK. Organisiert wurde die diesjährige Jurierung von der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg.

Jedes Mitgliedsland der IBK – Baden-Württemberg, Bayern, Liechtenstein, Vorarlberg, die Kantone St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen, Zürich sowie Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden zusammen – konnte je zwei Vertreterinnen und Vertreter dieser Sparte nominieren. Die Nominierten müssen einen Bezug zum jeweiligen Kanton oder Bundesland aufweisen. Ebenso stellten die Mitgliedsländer je ein Jurymitglied, die Kantone Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden ein gemeinsames.

Der diesjährigen internationalen Fachjury gehörten an: Roland Scotti, Direktor des Museums Liner Appenzell, Sam Szembek, Zeichner aus Baden-Württemberg, Angela Heilmann, Leiterin des Kulturamtes Lindau i.R., Peter Stobbe, Direktor der Kunstschule Liechtenstein, Alex Hanimann, Kunstschaffender aus St. Gallen, Hortensia von Roda, Kuratorin der Graphischen Sammlung im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen, Dorothee Messmer, Kuratorin des Kunstmuseums Thurgau, Paul Tanner, Leiter der Graphischen Sammlung der ETH Zürich, Winfried Nussbaummüller, Kunstvermittler im Kunsthaus Bregenz, Werner Grabher (Juryvorsitz), Präsident der Kommission Kultur der IBK.

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