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Hypo Vorarlberg präsentiert positive Bilanz 2017

©VOL.AT/Rauch
Die Hypo Vorarlberg ist mit dem Ergebnis von 2017 zufrieden. Die Aussichten sind zwar gut, aber wenig euphorisch: Die Zinsen steigen falls überhaupt nur langsam - und Regulatorien bedrohen das Angebot an Beratungsgesprächen.
Bilder der Bilanzpräsentation
Besseres Rating für Hypo Vorarlberg
Hypo Vorarlberg sammelt Kapital
Hypo Vorarlberg streicht Landesbank
Halbjahresergebnis für 2017

Stolz präsentierten die drei Vorstände Michel Haller, Johannes Hefel und Wilfried Amann der Hypo Vorarlberg die Bilanz für 2017. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 95,8 Millionen Euro. Mit den 117,6 Millionen des Vorjahres könne man dies jedoch nicht vergleichen. Aufgrund der HETA-Abwicklung, der alten Bankenabgabe und diversen Rückkäufen und Auslaufen der Landeshaftung könne man die Jahre kaum vergleichen.

“Die wachsende Regulatorik ist mittlerweile mit einem wuchernden Krebs vergleichbar”, machte Vorstandsvorsitzender Michel Haller seinem Ärger Luft. Es werde “enorm viel Zeit und Geld” investiert, die nicht den Kunden zugutekämen. Tatsächlich hätte es “viel weniger und klarere Regeln gebraucht, um den Bankensektor sicherer zu machen”, kritisierte Haller. Um die Anforderungen umzusetzen, brauche eine Bank immer mehr Mitarbeiter im Back Office. Bei der Hypo entfallen laut Haller von 70 neuen Mitarbeitern in den vergangenen zehn Jahren zwei Drittel auf diesen Bereich.

Negativbeispiel

Als ein Negativbeispiel führte der Bankenmanager die EU-Wertpapierrichtlinie MiFid II an: “Aus einer guten Grundidee ist ein Bürokratiemoloch geworden”, ein Gesetz mit mindestens 10.000 Seiten, das nicht mehr darstellbar und lesbar sei. Die Folge sei “ein wenig mehr Sicherheit”, aber “vor allem Einschränkungen, was der Kunde kaufen darf”. Vorstand Johannes Hefel ging davon aus, dass aufgrund von MiFid II und damit verbundenen regulatorischen Auflagen Ende 2018, Anfang 2019 bestimmte Kundengruppen – Hefel sprach von einen Wertpapiervermögen von bis zu 50.000 Euro – keine Wertpapierberatung mehr bekommen könnten.

Trotz der hohen Kosten durch die Umsetzung neuer Regulatorien und der Belastung durch Niedrig- und Negativzinsen ist das Geschäftsjahr 2017 für die Hypo-Vorstände erfolgreich verlaufen, wie sie bei der Bilanz-Pressekonferenz in Bregenz betonten. Den Rückgang des Ergebnisses vor Steuern um 18,5 Prozent auf 95,8 Mio. Euro begründete der Vorstandsvorsitzende mit einer Reihe von Einmaleffekten im Geschäftsjahr davor.

Heta-Thematik

Zum einen hätte 2016 die Lösung der Heta-Thematik mit einer Wertberichtigung von über 40 Mio. Euro positiv zu Buche geschlagen, zudem hätten die noch hohe Bankenabgabe plus der zusätzlichen Einmalzahlung (rund 13 Mio. Euro), Rückkäufe landesgarantierter Anleihen und negative Veränderungen aus der Bewertung des eigenen Bonitätsrisikos das Ergebnis beeinflusst. Anfang Oktober 2017 lief auch ein Großteil der Landeshaftungen für die Hypo Vorarlberg aus. Verblieben seien rund 60 Mio. Euro, rechnete der Vorstandsvorsitzende vor, der sich vor diesem Hintergrund besonders über die verbesserten Ratings seiner Bank durch Standard & Poor’s (A) sowie Moody’s (A3) freute. “Das Geschäftsjahr 2017 ist in diesem Sinn nicht mit dem Vorjahr vergleichbar”, stellte Haller fest.

Positive Entwicklung

Unterm Strich sei die Entwicklung positiv: Unternehmen würden wieder verstärkt investieren, auch der Privatkundenbereich wachse. Allein 1.400 Wohnungen und Häuser wurden mit einer Gesamtsumme von 200 Millionen finanziert. Die Eigenmittelquote wurde nun nicht durch das Land Vorarlberg als Haupteigentümer, sondern nicht zuletzt durch Verbriefungen auf 18,01 Prozent (2016: 16,52) gesteigert, die Kernkapitalquote auf 14,82 Prozent (von 13,33 Prozent). Auch das Rating der Bank wurde kürzlich aufgewertet.

Nur Aktien wirklich attraktiv

Das Tiefzinsniveau bleibt den Anlegern jedoch erhalten. Sowohl konservative Anlageformen wie Sparbücher und selbst Anleihen würden oft negative Ergebnisse abwerfen, nur mit Aktien wäre es überhaupt möglich den Wert des Geldes zumindest zu erhalten oder gar zu steigern. Hinzu kommen weitere Regulationen. MiFID II liegt dabei den Vorarlberger Bankiers am schwersten auf dem Magen: Diese reguliere den Aktien- und Anleihenverkauf zu stark, Beratungsgespräche für kleine Kunden würden bald nicht mehr angeboten werden können.

Digitaler Ausbau

Diese müsse man künftig verstärkt digital beraten, so die Prognose in Bregenz. Nicht zuletzt deshalb baue man auch selbst digital aus. Dafür habe man auch eine eigene Abteilung aufgebaut, die direkt dem Vorstand untergeordnet ist.

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