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Hotelöffnung am 19. Mai: Buchungen noch nicht explodiert

Tourismusdirektor Christian Schützinger
Tourismusdirektor Christian Schützinger ©VOL.AT
Tourismusdirektor Schützinger: "Betriebe freuen sich aufzusperren" - Gewisse Zurückhaltung resultiert aus der Unklarheit über die Reisefreiheit

In den Vorarlberger Tourismus-Destinationen herrscht nach der Öffnungsankündigung für 19. Mai Betriebsamkeit, "explodiert" seien die Anfragen aber noch nicht, hieß es bei einem APA-Rundruf. Sowohl bei Unternehmern wie auch Gästen herrsche noch eine gewisse Zurückhaltung, weil noch unklar sei, ab wann Reisefreiheit herrschen wird. Das Tourismus-Geschehen im westlichsten österreichischen Bundesland wird vom deutschen Gast dominiert.

Reisebeschränkungen als Knackpunkt

"Die Betriebe freuen sich wieder aufzusperren", sagte Vorarlberg Tourismusdirektor Christian Schützinger zur APA. Teilweise erfolge das zwar nur schrittweise, etwa mit halber Belegung oder erst ab Juni. Im Bregenzerwald zum Beispiel ziehen laut dem Tourismusdirektor aber zwei Drittel der Betriebe "je nach Bedingungen" in Betracht, schon zu Pfingsten aufzusperren. Auch das Kleinwalsertal, das aufgrund seiner Sonderstellung deutsche Gäste empfangen darf, rechne mit großem Zuspruch. Seitens der Bregenzerwald Tourismus GmbH wurde von vermehrten Anfragen berichtet. "Entscheidend wird aber die Frage sein, ob die Reisebeschränkungen und die gegenseitige Quarantänepflicht fallen", so Geschäftsführerin Herlinde Moosbrugger.

Das Rheintal - die Bodensee Vorarlberg Tourismus GmbH - vermeldete, dass die Zahl der Anfragen mit der Vorarlberger Gastronomie-Öffnung (15. März) deutlich gestiegen sei. "Viele Auswärtige haben sich nicht ausgekannt und wollten Urlaub machen", hieß es. Die Öffnungsankündigung habe noch keinen weiteren großen Schub gebracht. Die Buchungslage für den Frühling und den Sommer sei aber schon recht gut.

Unsicherheit bei Gästen aus Deutschland und der Schweiz

Als "sehr zurückhaltend" wurde hingegen das Buchungsverhalten in der Destination Alpenregion Bludenz beschrieben. Grund sei die Unsicherheit für die Gäste aus den Hauptmärkten Deutschland und der Schweiz, auch für die Betriebe herrsche Unklarheit. Im Zwischenergebnis einer laufenden Umfrage unter den Beherbergungsbetrieben sähen bisher 70 Prozent der Gastgeber keinen Unterschied im Buchungsverhalten zu der Zeit vor der Bekanntgabe der Öffnung. Laut Schützinger ist damit zu rechnen, dass sowohl "über Pfingsten und die Sommersaison bis in den Winter hinein" viele Stammgäste nach Vorarlberg zurückkehren werden. Viele davon warteten nur darauf, endlich wieder in Vorarlberg zu urlauben.

Als großes Thema bezeichnete der Tourismusdirektor das Testen und die Testlogistik, auch wenn Vorarlberg inzwischen sehr erfahren im Testen der Bevölkerung sei. So habe etwa das Kleinwalsertal 5.000 Einwohner und 10.000 Gästebetten, was bei voller Belegung natürlich eine große Herausforderung darstellen würde. In Sachen Stornobedingungen unterstrich Schützinger, dass diese heuer von den meisten Betrieben sehr großzügig gehandhabt würden. Zudem verwies er auf die landesweite Stornoversicherung. Diese kommt zum Tragen, wenn ein Gast aufgrund einer Corona-Infektion nicht anreisen kann.

ORF-Diskussion: Zukunft des Tourismus

(APA)

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