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Hotelier feiert "seine" Röhren

Oberlecher haben heute gleich doppelt Grund für eine große Jubiläumsfete.

Einerseits gilt es den 60. Geburtstag der Bergbahn Oberlech zu feiern. Und andererseits wurde vor zehn Jahren mit dem Bau der inzwischen legendären Versorgungstunnels begonnen. Als „Vater” des rund zwei Kilometer langen und knapp 4000 Quadratmeter Fläche zählenden Röhrensystems unter den Oberlecher Beherbergungsbetrieben gilt Fridolin Lucian (69).

Sieben Millionen Euro

Lucian, gelernter Maurer und heute Hotelier im Burgvital, kann sich bestens daran erinnern, „als das Gepäck der Gäste noch mit Handschlitten von der Bergbahn zu den Häusern transportiert wurde”. Als dann in den Siebzigern die Überschneefahrzeuge immer mehr wurden, sah Lucian Handlungsbedarf. Und machte sich auf die Suche nach Gleichgesinnten, die seine „von vielen als verrückt bezeichnete Idee einer Autofreiheit durch Tunnels” mit ihm in die Tat umsetzen würden. Nach zähen Verhandlungen „und viel Überzeugungsarbeit” wurde mit dem Bau des Systems 1998 begonnen. Heute werden 20 Hotels und Pensionen sowie eine Wohnanlage über die Röhren versorgt, während darüber Skifahrer auf den Oberlecher Pisten ihre Schwünge ziehen. Als Fortbewegungsmittel im Tunnel, der zugleich als Parkfläche für die Autos angereister Gäste gilt, dienen batteriebetriebene Fahrzeuge, ähnlich jenen auf den Golfplätzen. Lucian selbst ist hörbar stolz auf „seine” Röhren: „In diesen Tunnels mit seinen Hallen fühle ich mich irgendwie in einen James-Bond-Film versetzt.”

 

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