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Homunculus sorgt für eine Hafenliebe

Die Katze, die tut was sie will von Lutz Grossmann.
Die Katze, die tut was sie will von Lutz Grossmann. ©Heinrich Hesse/Homunculus
 Homunculus lud zur Pressekonferenz - Präsident Günter Bucher, die künstlerische Leiterin Susi Claus und GF Dieter Heidegger präsentierten das heurige Programm: Vom 11. bis 19 Mai 2023 bereitet die 32. Ausgabe des Festivals tierisches Vergnügen im Löwensaal sowie eine Premiere am Alten Rhein:
Homunculus Programmpräsention

Mit den Rheinauen wird heuer neues Terrain betreten, wenn es heißt „Kurs auf ein Wunder – Hafenliebe Hohenems“. Die Künstler:innen von Flunker Produktionen – unterstützt von Susi Claus und Lutz Grossmann – reisen früher an und werden das Programm individuell für den Ort entwickeln. „Hier werden Dinge geschehen, die man in einem Schwimmbad normalerweise nicht erwartet“, verspricht die künstlerische Leiterin Susi Claus.

Starke Karten-Nachfrage
2023 steht unter dem Motto „Reflections“ und viele Stücke widerspiegeln das Festivalmotto. Eine starke Präsenz von Schweizer Kompagnien, liebgewonnene Favoriten, neue Gesichter, spannende Stücke, der begehrte Workshop für Kinder mit Carina Mathis (12.5.), der traditionelle Sonntagsbrunch und ein Abstecher nach Doren (am 20. Mai) kennzeichnen das heurige Festival. Geschäftsführer Dieter Heidegger: „Die große Anzahl an Stammpublikum mit Dauerpässen ist erfreulich – die Dauerpässe für 2023 sind bereits ausverkauft, noch vor der offiziellen Programmlegung ist die Nachfrage nach Karten groß, das ehrt uns und spornt auch an. Dank gilt auch unseren rund 70 Sponsor:innen!“ Homunculus-Präsident Günter Bucher: „Auch heuer wird eine künstlerische Intervention im Außenraum – im Stadtzentrum von Hohenems sowie im Löwensaal – stattfinden, um daran zu erinnern: Bühne frei für Homunculus – und köstliche Kleinkunst, Komödien und Klabautermänner.“

Preisgekrönt und weltberühmt
Für den Auftakt am 11. Mai legt der Schweizer This Maag mit seiner preisgekrönten Show „Am laufenden Band“ die Latte. Am Freitag (12. Mai) sorgt das Materialtheater Stuttgart in den Kindervorstellungen mit „Wuff“ für eine zauberhafte Clownerie: Ein Stück mit zwei (weibliche) Vagabunden und mehreren Hunden erzählt über die natürliche Begabung, Mitgefühl zu haben. Der Freitagabend gehört dem Schubert Theater Wien und „Hedy Lamarr, der Frau mit den vielen Gesichtern“. Die bewegte Biographie der berühmten Schauspielerin, inszeniert als Tragikomödie und Wahrheitsfindung mit Puppen. Bezaubernd, klein und fein wird es am Samstag (13.5.) mit der Vorarlbergpremiere „Mäuseken Wackelohr“ von Rike Schuberty. Frei nach dem Märchen von Hans Fallada tauchen Kinder ab 4 in dieses Abenteuer über echte Freundschaft ein.

„Romeo und Julia“ folgen Don Quichote
Wenn sich zwei unzeitgemäße Damen für die Narretei entscheiden, so reiten Don Quichote und Sancho Panza am Samstagabend (15.5) eben über die Löwensaalbühne – Lachen, Tiefschläge und Prügel inklusive. Ein Stück Weltliteratur ist tags darauf am Sonntag (14.5.) zu Gast. Das Figurentheater St. Gallen entführt uns ins „Institut für anrührende Liebesgeschichten, Abteilung Romeo und Julia“ und sorgt mit seiner frischen Interpretation für ein topmodernes Figurentheatererlebnis. Der anschließende Brunch ist ebenfalls liebgewordene Tradition – ein Homunculus-Tag für Familien(mitglieder) ab 12 Jahren – eine neue Zielgruppe für Homunculus.

Großartig: „Reinhardts Traum“
Tierisch geht es am Montag (15.5.) weiter: „Die Katze, die tut, was sie will“ von Lutz Grossmann begeistert das junge Publikum. Wilde Tiere, kleine Menschen und ganz viel Fantasie spielen in dieser besonderen Schöpfungsgeschichte mit. Ein Programmhighlight sorgt am Montagabend für Furore: Reinhardts Traum – Max Reinhardt probt den Sommernachtstraum wird mit den Puppentheatergrößen Hans-Jochen Menzel, Pierre Schäfer, Rike Schuberty, Amelie Schmidt und Suse Wächter zum Puppentheaterfreudenfest: In einer improvisierten Assoziation wird Max Reinhardt, der Gründer der Schauspielschule Berlin 1905 am Deutschen Theater, in einer ersten Leseprobe für Shakespeares ‚Sommernachtstraum’ mit gut aufgelegter prominenter internationaler Besetzung gezeigt: Marilyn Monroe, Bertold Brecht, Marlene Dietrich. Dazu passend legt DJ Momo bei der Silent Disco auf – Motto: Die Held:innen des 20. Jahrhunderts.

Fallout mit Katze
Das berühmte NEINhorn bringt Kindern am Dienstag (16.5.) den köstlichen Spaß am Eigensinn und die Lust am Anderssein näher. TheaterGeist und Das Weite Theater Berlin bespielen und besingen den matschigen Trotz. Beängstigend und erschreckend aktuell wird es am Abend mit „3 Minuten. Fallout mit Katze“. Ein spartenübergreifendes Stück über den nuklearen Ernstfall mit Puppen, Hörspiel, Livemusik und Videokunst von Susi Claus (Produktion und Spiel) und Rike Schuberty (Musik und Spiel). Im Anschluss lädt DJ F.A.B. zur Silent Disco: „Don‘t get Radioactive!“. Herzerfrischend geht es in die Halbzeit: Das Kinderprogramm am Mittwoch (17.5.) bestreiten Dakar Produktionen mit der Soko Schafskopf – einem scha(r)fsinnigen Figurentheater bei dem die Schafe Locke, Flocke und Socke um ihren Lebensraum und gegen dubiose Machenschaften kämpfen und die Welt retten müssen.

Abstecher in die Rheinauen
Der Mittwochabend nimmt „Kurs auf ein Wunder- Hafenliebe Hohenems“. Im „Riverside“ im Freibad Rheinauen treffen sich Leichtmatrosen, Smutjes, Badegäste, Zuschauer und Schiffsaffen – alle gehen gemeinsam an Bord der MS Sehnsucht. Das Publikum darf sich von Flunker Produktionen von dieser abenteuerlichen und eigens für die Rheinauen entwickelten Österreichpremiere überraschen lassen! Die Exen sind bereits Publikumslieblinge und entführen die Gäste am Donnerstagnachmittag (18.5.) mit „Heidis Geheimnis. Eine Geschichte vom Zelte abbrechen und aufschlagen“ ins norwegische Glimmerdal und eine Familienaufstellung der ungewöhnlichen Art. Am Donnerstagabend heißt es „Mit der Zeit muss man gehen“, wenn Dakar Produktionen eine surreal tragikomische Geschichte über den Irrgarten Familie und das Erben im materiellen wie immateriellen Sinn thematisieren.

Märchenhaftes Finale
Flunker Produktionen entführen im Kinderprogramm am Freitag (19.5.) mit „Sonst noch Wünsche?“ ins Land der Wünsche, wo man auf Tigern reiten oder wie ein Pelikan fliegen kann. Sie lassen zwei Halunken von der Leine und auf die Löwensaalbühne und kreieren ein Zwischenreich von Realität und Fantasie. Das Festivalfinale in Hohenems bestreiten Dorothee Carls & das Weite Theater Berlin am Freitagabend mit „Artus und die Frauen der Tafelrunde“. Zwei Frauen spüren König Artus und seiner Vision eines friedlichen menschlichen Zusammenlebens nach. 12 Handpuppen durchfechten den Abend. Zauberer Merlin, ein Clown und der Teufel sind auch mit dabei, aber nie da, wenn man sie braucht.

Nachspiel in Doren
Homunculus weitet seinen Radius auch im Jahr 2023 und wird Samstag, dem 20. Mai 2023, in Doren sowohl ein Kinder- wie ein Erwachsenenprogramm präsentieren. Das Hohenemser Freitagsprogramm mit „Sonst noch Wünsche?“ für das junge Publikum findet um 14.30 Uhr im Dorener Gemeindesaal statt, die Erwachsenenproduktion „Artus und die Frauenrunde“ wird um 20 Uhr gezeigt. Bürgermeister Guido Flatz freut sich über das Figurentheater-Gastspiel in seiner Gemeinde und hofft, dass das Angebot viele Theaterfreunde in der Region ansprechen wird.
Alle Tickets gibt es auch bei allen Raiffeisenbanken und Sparkassen, bei LändleTicket und beim Stadtmarketing Hohenems. Programmdetails, Kartenreservierung und mehr auf www.homunculus.info

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