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Holz unter dem Hammer

Holzversteigerung Klaus
Holzversteigerung Klaus ©Christof Egle
In Klaus wurde um das beste Holz gesteigert und gefeilscht
Holzversteigerung in Klaus

Klaus (ceg). Ein bis zwei Mal im Jahr lädt die Agrargemeinschaft Klaus die Bevölkerung zur öffentlichen Holzversteigerung. Dazu wird vorab vom Vorstand rund um Obmann Hubert Längle sowie vom zuständigen Bezirksförster Karlheinz Hellriegl der Baumbestand geprüft und die entsprechenden Bäume ausgesucht, die zur Fällung anstehen. Dies kann mehrere Gründe haben. Vor allem wird ausgedünnt um entsprechend Jungwald anzupflanzen. Dieses Mal sind aber auch einige Eschen dabei, die von einem Virus befallen sind, der rund um Götzis und Klaus sein Unwesen treibt. Die Bäume werden dann nummeriert, gekennzeichnet und in eine Liste eingetragen, die jedem potentiellen Käufer zur Verfügung gestellt wird.

Im kleinen Saal der Pizzeria Romana in Klaus finden sich dann auch schnell die ersten Interessenten ein. Reinhard (70) und Hermann (82) sind seit vielen Jahren mit dabei. Sie sind beide „Spätberufene“ und konnten sich erst im Ruhestand für die Arbeit mit Holz begeistern. Reinhard kommt jedes Mal extra aus Lustenau, beheizt sein Haus mit Holz und möchte sein Lager auffüllen. Hermann hat ihn nach Klaus gebracht, das gemeinsame Hobby verbindet. Ihm ist es vor allem wichtig in der Natur zu sein. Da die Bäume ja noch in voller Pracht im Wald stehen, müssen sie gefällt, entastet und abtransportiert werden. Die Arbeit mit Holz hält jung, meint Hermann.

Gerhard (49) ist aus Mäder angereist. Holz ist seine Leidenschaft, er will sich Bäume zum Eigengebrauch ersteigern, aber auch für seinen Pfadfinderverein und dann noch etwas Brennholz verkaufen. „Damit ich mir mal wieder etwas neues Werkzeug anschaffen kann“, wie Gerhard feststellt.

Unter der Leitung von Obmann Längle und Förster Hellriegl startet die Versteigerung und geht zügig von statten. Alle Bäume können an den Mann gebracht werden, bei einigen begehrten Objekten steigern sich die Teilnehmer teils kräftig nach oben.

Am Ende sind die Anwesenden zufrieden, Hermann geht dieses Mal leer aus, Reinhard ersteigert einen kleinen Vorrat. Gerhard hat hingegen groß abgeräumt und bezahlt knapp 500€. „Das werden intensive Wochen, aber darauf freue ich“, meint er abschließend.

Freuen können sich auch die rund 225 Mitglieder der Agrargemeinschaft, ihnen wird wieder ein kleiner Teil des Erlöses ausbezahlt.

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