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Hohenweiler Wehr wurde 100 Jahre jung

Feuerwehr einst und heute - mit Fahrzeugen und Gerätschaften auch aus jener Zeit, als es die jubilierende Wehr noch gar nicht gab.
Feuerwehr einst und heute - mit Fahrzeugen und Gerätschaften auch aus jener Zeit, als es die jubilierende Wehr noch gar nicht gab. ©stp

Drei Tage Wetterglück und Bombenstimmung in der nördlichsten Gemeinde des Landes.
“Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr” – für den Wahlspruch der Feuerwehren schien sich der Wettergott am Pfingstwochenende revanchieren zu wollen, denn obwohl es immer wieder ergiebig und lang anhaltend regnete – wenn man in Hohenweiler Festwetter “benötigte”, dann stellte sich auch prompt Sonnenschein ein. So war das am Freitag beim kleinen Umzug der Allgäuer Nachbarwehren, nicht anders am Samstag, als die Landeshauptstadt zu Gast war und mit seinen Wehren gleichzeitig für das Landesfeuerwehrfest in drei Wochen warb und dem “Umzug Feuerwehr einst und heute” war am Sonntag sogar Kaiserwetter beschieden.
So konnte die kleine Geräte- und Fahrzeugschau “Feuerwehr einst und heute” erfreulich viele Festgäste anlocken. Pech hatten dabei die Gäste aus der deutschen Nachbarschaft, deren Zugmaschine, ein Lanz-Buldogg, just zum Umzugstart streikte und die wackeren Wehrmänner das Gefährt schweißtreibend selbst ziehen mussten. Besser hatten es da schon die Hörbranzer getroffen, die auf zwei zuverlässige echte PS vertrauten. Die Drehleiter der Feuerwehr Bregenz-Stadt ermöglichte anschließend den Kids, ihre Gemeinde aus der Vogelperspektive bestaunen zu können. Stichwort Kids: Den Ausflug in luftige Höhen
Hatten sich die Kleinen auch redlich verdient, denn die Kindergartenkinder hatten in eifriger Bastelarbeit ihre eigene Kindi-Feuerwehr gebastelt und zogen damit stolz im Umzug mit.
Neue “Festphilosophie”
Perfekt war nicht nur der äußere Rahmen, perfekt war auch die Festorganisation: Weg vom Mega-Event, der die Wehr und mit ihr die Ortsvereine und die Bevölkerung an die Grenzen ihrer Möglichkeiten bringt war das Motto einer neuen “Festphilosophie”, die von der Hohenweiler Wehr erfolgreich in die Tat umgesetzt wurde.
Der hokus, das Hohenweiler Kultur- und Sportzentrum, war dabei eine ideale Festhalle, ergänzt durch eine Weinlaube im Foyer und ein Barzelt. An allen drei Tagen war die Festarena brechend voll und die Stimmung bestens. Für Unterhaltung hatten die Hohenweiler Florianijünger statt teurer Bands heimische Musikvereine und Gruppen aufgeboten: Scheidegg, Eichenberg und Sigmarszell, natürlich auch der Hohenweiler Musikverein, die “Allgäu Feager” und die “Strawanzer” sorgten für den guten Ton im hokus und im “Freigelände”, für das am Sonntag auch die Parkplätze und die Straße vor dem Gemeindeamt und der Schule genützt wurden.
Einfach feiern . . .
Der eigentliche Festabend mit dem offiziellen Teil und Ehrengästen – LH Herbert Sausgruber und LFI Hubert Vetter an der Spitze – hatte die Wehr bereits im Mai abgehalten und so blieb beim “Jahrhundertfest” die Devise “einfach feiern”, Freunde, Bekannte, Wehrkameraden aus anderen Feuerwehren treffen.
Feiern durfte die Hohenweiler Wehr auch ihr Geburtstagsgeschenk, denn beim Festgottesdienst konnte auch die Segnung der neuen Sandsackabfüllanlage vorgenommen werden. Im Laufe des Jahres soll auch noch ein neues Mannschaftstransportfahrzeug dazukommen – und dann wird die Erweiterung bzw. der Neubau des Feuerwehrhauses wohl nicht mehr aufschiebbar sein . . . VN-STP

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