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Hohenemser Judoka Adamyan verpasst EM-Medaille knapp

©Privat
Bei der Judo U18-EM in Sarajevo überzeugte Vache Adamyan mit einer bärenstarken Leistung. In seiner Gewichtsklasse -60 kg fehlte am Ende nur ganz wenig für eine Medaille. 

Es ist nicht wirklich eine Sensation, und dennoch ist es sensationell. Denn Vache Adamyan ist in der europäischen Judoszene seit längerem ein Begriff! Und diesen Donnerstag (28.06.2018) zeigte der junge Athlet des ULZ Hohenems Judo Vorarlberg auf der ganz großen Bühne sein können und sicherte sich den äußerst starken fünften Rang. Dabei war die Medaille für den 17-Jährigen in der mit 39 Startern überaus stark besetzten Gewichtsklasse -60 kg zum greifen nah.

Physische Überlegenheit

Bereits im ersten Kampf zeigte Adamyan, dass an diesem Tag mit zu rechnen ist. Gegen seinen rumänischen Auftaktgegner ging es zwar über die volle Distanz, aufgrund der ausgezeichneten körperlichen Fitness war der Hohenemser jedoch nie in Gefahr und siegte am Ende sicher. Ähnliches spielte sich im zweiten Kampf gegen den Israeli Roie Rosen ab, wo Adamyan eine Waza-Ari-Führung sicher über die Zeit brachte. Und auch im dritten Kampf gegen den Italiener Cicciarella waren es taktische Finesse und physische sowie technische Überlegenheit, die für einen ungefährdeten Sieg Adamyans sorgten. Damit war das Poolfinale erreicht und auch bei Landestrainer Craig Fallon die Überzeugung gereift, dass an diesem Tag alles möglich ist. Und so holte sich Vache auch den vorzeitigen Pool-Sieg durch einen taktisch starken Kampf.

Bittere Finalrunde

Damit stand der junge Vorarlberger im Halbfinale, wo der starke Matin Rzazade aus Azerbaijan wartete. Hier zeigten die langen und anstrengenden Vorrundenkämpfe erstmals ihre Wirkung, weshalb der Vorarlberger gegen den frischeren Asiaten den Kürzeren zog. Der weitere Weg führte damit direkt ins kleine Finale, wo mit dem Finnen Turpal Djoukaev ein unangenehmer Gegner wartete. Und der Kampf gegen den zaundürren aber überaus flinken Skandinavier sollte sich tatsächlich zu einer wahren Schlacht entwickeln, in der es hin und her ging. Nach den regulären vier Minuten Kampfzeit sollte es keine Entscheidung geben, weshalb es ins Golden Score ging. Hier hatte Vache seine Gegner bereits für die entscheidende Wertung aufgegabelt, dieser drehte sich jedoch in letzter Sekunde weg und hatte am Ende selbst das nötige Quäntchen Glück. Nach einem Marathon-Kampf von  fast sieben Minuten gelang dem Finnen die entscheidende Wertung. „Bei Vache war gegen den Finnen mehr drin, er hat einfach zu wenig angegriffen. Zwischenzeitlich haben die Kampfrichter dem Gegner eine Waza-ari-Wertung zugestanden, dann hat er so gekämpft, wie er es sollte. Als diese Wertung aber wieder annulliert wurde, hat er leider wieder etwas nachgelassen“, analysierte der Nationalcoach Ernst Hofer. Dennoch, Platz 5 ist ein mehr als starkes Ausrufezeichen, das zeigt, dass Vache Adamyan in seiner Altersklassen zu den Besten der Besten zählt.

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