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Hohenemser Jan Mohr wird Neunter bei WM-Premiere

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Der Motorsportler lieferte im 24 Stunden Rennen in Le Mans eine Glanzleistung ab.

Der Hohenemser Motorsportler Jan Mohr mit Top 10 Ergebnis beim WM-Debüt in Le Mans.

Der Hohenemser Motorradrennfahrer Jan Mohr startete zum ersten Mal in der Motorrad Langstrecken Weltmeisterschaft „EWC“ bei den berühmten 24 Stunden von Le Mans. Kurzfristig sprang er für den verletzten Martin Choy im französischen Team „Energie Endurance 91“ auf einer Kawasaki ZX-10 ein. „Ich erhielt den Anruf des Teamchefs am Freitagabend, flog am Sonntag nach meinem Rennen in Griechenland nach Hause und stand am Montagabend bereits in Le Mans.“

Für Mohr war nicht nur das Team, sondern auch die Strecke und das Motorrad Neuland. Nach weniger als 20 Trainingsrunden ging es für die Mannschaft aus Frankreich ins Qualifying. Der Vorarlberger fuhr die Bestzeit des Teams und gesamt qualifizierten sie sich auf Rang 31 von 54.

Doch im Rennen startete das internationale Fahrertrio (Italien, Polen, Österreich) eine starke Aufholjagt: „Ich durfte das Rennen starten, was eine großartige Erfahrung war. Die Stimmung in der Startaufstellung war atemberaubend!“ Nach dem Start machte das Team eine Position nach der anderen gut und leistete sich keinen Fehler. Knapp eine Stunde beträgt die Fahrzeit pro Fahrer, dann geht es zum Boxenstopp, wo getankt und jedes zweite Mal die Reifen gewechselt werden. Anschließend kann der Fahrer sich eine Stunde ausruhen und muss dann wieder bereitstehen für den nächsten Wechsel: „Geschlafen habe ich vielleicht zwei Mal für fünf Minuten. Nach meinem Stint habe ich immer sofort etwas gegessen und viel getrunken. Danach habe ich mich für 20 Minuten entspannt, ging zum Physio, rein ins Leder und dann wieder rauf auf das Bike.“ Als am Morgen die Sonne aufging, lag das französische Team bereits auf Position 20 und machte weiterhin Boden gut. Um 15:00 Uhr fuhr der Vorarlberger selbst über die Ziellinie und konnte sich über den 9. Rang in seiner Klasse und den 16. Gesamtrang freuen: „Das war eine großartige Leistung aller Beteiligten! 24 Stunden lang fehlerfrei zu bleiben, ohne Schlaf, komplett erschöpft, bei Dunkelheit und 5°C in der Nacht ist einfach fantastisch!“

Mit dieser Performance empfiehlt sich Mohr für weitere Einsätze in der Weltmeisterschaft und hofft bei den 24 Stunden von Spa im Juni erneut am Start zu sein: „Aktuell fehlt uns leider ein Sponsor der bereit ist, die Startkosten zu übernehmen, aber ich hoffe, dass wir das irgendwie hinbekommen.“

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