Hohenems: Raos' Bürgerbewegung tritt an

Und ­präsentierte zugleich ein Geschenk der besonderen Art für die Konkurrenz: Den Entwurf zu einem Fairnessabkommen. In diesem Abkommen ruft die neue bürgerliche Bewegung zu einem fairen Wahlkampf auf.

„Wir wollen, dass der Wahlgang von Respekt für die politischen Mitbewerber geprägt ist, wir wollen, dass auf Diffamierungen und ehrverletzende Bemerkungen verzichtet wird – und wir wollen, dass sich alle wahlwerbenden Gruppen in ihren Ausgaben für die Wahlwerbung einschränken“, sagte Obmann Raos. Die Bevölkerung habe „genug von Politikern, die sich gegenseitig beschimpfen, anstatt über Problem-Lösungen zu diskutieren“.

„Ein namhafter Faktor“

Sieht sich Raos, der nach einem heftigen Streit mit der Volkspartei 2005 aus der Politik ausschied, nun als ÖVP-Rebell? „Nein. Was geschehen ist, ist geschehen“, sagte der ehemalige ÖVP-Vizebürgermeister, „mein Blick ist nicht in die Vergangenheit gerichtet, sondern in die Zukunft.“ Deswegen habe die Bewegung auch ein klares Ziel: „Wir wollen bei den Wahlen zu einem namhaften Faktor in der Politik werden, damit wir auch mitgestalten können.“ Vier bis sechs Mandate sind Ziel der bürgerlichen Bewegung, 200 Stimmen für ein Mandat notwendig: „Es ist realistisch, dass wir 1000 Stimmen bekommen“, sagte Raos. Die Bevölkerung solle einfach sehen, dass in Hohenems wieder etwas passiere, legte Mitstreiter Rudolf Häfele, 2007 aus der FPÖ ausgetreten, nach. Ein zentrales Element des Vereins („wir wollen keine Partei sein“) sei „direkte Bürgerbeteiligung“. In der politischen Arbeit werde man sich unter anderem für Senioren und Jugendliche einsetzen. „Es ist unser Ziel“, sagte Raos, „jedem arbeitslosen Hohenemser Jugendlichen einen Job zu verschaffen.“ Dringend sei auch ein Gegensteuern in Finanzen und Wirtschaft erforderlich; auch müsse die Stadtverwaltung den heutigen Gegebenheiten angepasst werden. Demokratie müsse in Hohenems wieder zu einem Wert werden, sagte Häfele.

Bürgermeister kontert

Sieht Bürgermeister Richard Amann angesichts der neuen bürgerlichen Konkurrenz noch Chancen, die absolute Mehrheit der ÖVP zu verteidigen? „Es ist unser Ziel“, sagte der Stadtchef, „wir haben eine gute Arbeit gemacht, haben ein gutes Programm und gute Leute für die kommende Periode.“ Im Übrigen hieß es gestern auch, dass das BZÖ 2010 in Hohenems antreten wolle.

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