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Hoffnung für Familie Eldarov

Götzis - Das Schicksal der Familie Eldarov hat viele bewegt. Gleich am Dienstag in der Früh nahmen die Behörden Kontakt auf. Später versicherte Landesrat Erich Schwärzler den "VN", dass die Familie derzeit in Sicherheit ist.

„Der Fall dieser Familie wird in der Kommission besprochen. Wir haben sie schon angerufen.“

„Aus“ nach fünf Jahren Die „VN“ hatten die Situation der Eldarovs publik gemacht: Seit über fünf Jahren warten die Asylwerber aus Dagestan auf eine Entscheidung. Ohne ein zweites Mal gehört zu werden, wurden sie vorgestern davon in Kenntnis gesetzt, dass ihre Ausweisung bevorsteht. Das will niemand verstehen.

LR Schwärzler haben gestern Götzner Bürger genauso angerufen wie ihren Bürgermeister Werner Huber. Caritasdirektor Peter Klinger hat „etliche Anrufe aus der Bevölkerung bekommen“. Und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer kriegt demnächst Post. Von Simon Ender.

„Sollten froh sein“

Ender schreibt: „In Götzis hat sich eine Familie fünf Jahre lang absolut positiv und mit viel Herz integriert. Nun soll die ganze Familie abgeschoben werden. Die kleine Vierjährige besucht mit meiner Tochter den Kindergarten seit zwei Jahren! Sie sind die besten Freunde geworden (…) Wir sollten froh sein, dass wir solche Bürger als Österreicher in unserem Land haben.“

Am Nachmittag legt die kleine Dzennet erst der Nora einen Arm um die Schultern und der Michaela dann den anderen. „Die drei sind unzertrennlich“, sagt Noras Mutter. Und Ingrid Heim erinnert sich, wie lieb Dzennet ihre Tochter Laura in den Kindergarten eingeführt hat. „Das war auch Integration, aber umgekehrt.“

Fast alle Eltern des Kindergartens „Sunnahüsle“ sind spontan zusammengekommen, um ihre Solidarität zu bekunden. Nadija und Eldar Eldarov stehen etwas verlegen in der Diele. Sie sind so müde. Aber immer wieder sieht man im Gedränge eine Hand, die Nadija über den Rücken streicht.

Gut nachvollziehbar

„Das wird schon“, sagen sie. „Ihr gehört hierher“, betont Ted France. Er leitet den Montessori-Kindergarten. Vor zwölf Jahren ist er aus Minnesota hierhergezogen. Hat im Land seiner Frau eine neue Heimat gefunden. Als Amerikaner hoch willkommen. „Ich kann mir gut vorstellen, wie sich die Asylwerber fühlen.“ Und noch einmal, an die Eldarovs gewandt: „Ihr gehört hierher.“ Auch Bürgermeister Werner Huber hat von der Familie einen „guten Eindruck“. Er ist gestern extra hingefahren. „Sie sind gesellschaftlich anerkannt. Sie wollen sich wirklich einbringen. Sprechen auch schon Deutsch.“

Ja, sagt er, dass sie hierbleiben dürfen, dafür will er sich einsetzen. Huber sitzt in jener Kommission, die der Landeshauptmann einberufen hat,

um Asylfälle zu klären, die fünf Jahre oder länger andauern. LR Schwärzler leitet das Gremium, dem auch Sicherheitsdirektor Elmar Marent und in diesem Fall Bezirkshauptmann Dr. Berndt Salomon angehören.

Diese Kommission wird über Familie Eldarov und etwa 50 weitere Fälle befinden. Falls sie zur Auffassung gelangt, dass Asylwerber in Vorarlberg bleiben sollen, wird LH Herbert Sausgruber bei Innenminister Günther Platter „einen humanitären Titel“ beantragen.

Für Reinhard Grass, Vereinsobmann beim „Sunnahüsle“, ist der Fall klar: „Diese Familie ist Integration par excellence. Es ist unvorstellbar, dass gerade solche Verhältnisse zertrümmert werden.“

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