Hoffen auf Weihnachten: Umsatzeinbrüche auch im Vorarlberger Handel

©Symbolbild: APA, VOL.AT/Mayer
Der zweite Lockdown hat die angespannte Lage im Handel weiter verschärft. Michael Tagwerker über die Situation in Vorarlberg.
Handel muss um 19 Uhr schließen

Nach einer Woche Lockdown zog der Handelsverband eine erste ernüchternde Bilanz für den österreichischen Handel. Der zweite Lockdown und die Ausgangsbeschränkungen hätten die angespannte Lage heimischer Betriebe weiterhin verschärft. So habe es im gesamten stationären Handel dramatische Frequenz- und Umsatzverluste gegeben. Der Handel dürfe zwar weiter offen halten, jedoch unter streng verschärften Hygienevorgaben. Der Lebensmittelgroßhandel habe mit der Gastronomie seinen größten Kunden verloren, die Umsätze seien lediglich im Lebensmitteleinzelhandel einigermaßen stabil geblieben. Auch im Onlinehandel mache sich der Lockdown bemerkbar. Es brauche nun zielsichere Hilfen, Planungssicherheit und eine transparente Kommunikation vonseiten des Ministeriums.

Ergebnis klar unter Vorjahr

Auch der Vorarlberg Handel hat mit dem zweiten Lockdown zu kämpfen. Der Branche gehe es sehr unterschiedlich, so Michael Tagwerker, Geschäftsführer der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Man sei froh, dass die Geschäfte offen halten können. Andererseits würden die Frequenzen fehlen, auch die Konsumlaune sei sehr gedämpft. Es fehle vor allem in den Innenstädten und Ortszentren die Gastronomie, die für ein entspanntes Einkaufserlebnis sorge. "Wir haben Einbußen", bestätigt Tagwerker gegenüber VOL.AT. Genau beziffern könne man diese noch nicht. "Das Ergebnis liegt sicher weit hinter dem vom vergangenen Jahr", meint der Spartengeschäftsführer.

Weihnachtsgeschäft noch offen

Hinter dem Weihnachtsgeschäft stehe im Moment ein großes Fragezeichen. Wie es weitergehe, hänge auch von den Infektionszahlen ab. Es gehe nun darum, das Vertrauen und die Konsumlaune zu steigern. "Letztendlich, um aus der Krise zu kommen, braucht es Wertschöpfung", gibt er zu verstehen. Natürlich seien Wirtschaftshilfen wichtig, vor allem um Verluste in den Griff zu bekommen. Jetzt sei wichtig, dass die Menschen im Land und in den heimischen Geschäften einkaufen. "Wir sind immer noch zuversichtlich", so Tagwerker.

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(Red.)

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