Hofbesuch: Blick für Neues geöffnet

©Hartinger
Carolin und Peter Raich haben sich mit „Urlaub am Bauernhof“ ein zweites Standbein aufgebaut. Seit dem wird es international auf dem landwirtschaflichen Hof in Bartholomäberg.

Von Danielle Biedebach/Neue

Weit verstreut liegt die Gemeinde Bartholomäberg auf einem Bergrücken im Montafon. Die Landschaft ist wenig bewaldet, vielmehr prägen grüne Wiesen und Maisäß-Häuser die Landschaft. Die Straße schlängelt sich stetig bergauf in Richtung Kirche in der Dorfmitte und zweigt dann rechts ab. Nach zirka einem Kilometer in der ersten scharfen Rechtskurve liegt er da. Am Steilhang. Der Bauernhof von Familie Raich. Der Blick von dort reicht weit, das Panorama ist beeindruckend. Im Osten liegt die Silvretta, im Tal zieht das Montafoner Sprungschanzen Zentrum den Blick auf sich, darüber thronen in der Ferne die drei Türme und im Südwesten ist bei klarer Sicht das Golmer Joch gut zu erkennen. Dort oben auf der Gemeinschaftsalpeverweilt momentan der größte Teil der Milchkühe der Familie. Die Viecher verbringen den Sommer hochalpin. „Vielleicht schauen sie gerade auf uns herab“, scherzt Peter Raich. 30 Tiere sind es insgesamt, erzählt er. Drei sind jedoch am Hof geblieben. Weil sie – altersbedingt – eine Extra-Portion Aufmerksamkeit benötigen.

Haupterwerb. Seit gut einem Jahr betreiben Peter und Carolin Raich die Landwirtschaft als Haupterwerb. Bis April 2017 hat der Familienvater noch als Installateur gearbeitet. Dann hängte er nach 23 Jahren den Job an den Nagel, um sich voll und ganz dem Hof zu widmen. Landwirtschaft und ein Full-Time-Job, das war auf Dauer zu viel. 15 Hektar gilt es zu heuen, davon liegen zehn am Steilhang. Und natürlich wollen die Kühe zweimal am Tag gemolken werden. Ein 17 Stunden-Tag ist da eher die Regel und nicht die Ausnahme. Dass die Entscheidung zugunsten des Hofes ausfiel, war klar. Denn Peter Raich liebt die Arbeit rund um die Landwirtschaft. Schließlich ist er damit aufgewachsen. 2001 hat er den Betrieb vom Opa übernommen. Eine Generation wurde übersprungen, da die Eltern eine eigene kleine Landwirtschaft haben. Bei der Übergabe war der Großvater 80. „Das ist das typische Alter für einen Bauern, um die Pension anzutreten“, weiß der 40-Jährige, der ursprünglich aus Vandans stammt. Mitgeholfen hat Peter Raich schon als Kind. Über die Jahre hat er so Fachwissen angehäuft. „Ich tu mir schwer, Dinge zu merken. Geht es aber um die Landwirtschaft, wird sofort alles abgespeichert“, sagt er und grinst.

Die ganze Geschichte lesen Sie heute in der NEUE am Sonntag.

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