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Hochwassersituation unverändert dramatisch

Unverändert dramatisch war heute, Donnerstag, früh die Hochwassersituation in Teilen Niederösterreichs. Zahlreiche Personen mussten gerettet werden.

Besonders stark betroffen waren das Waldviertel und Krems. In den Morgenstunden standen 3.500 Feuerwehrleute mit 307 Fahrzeugen im Einsatz.

Nach Angaben von Jörg Würzelberger vom Landesfeuerwehrkommando spitzte sich die Lage auch im südlichen Teil des Kamptals – zwischen Krems und Grafenwörth – zu. Landeshauptmann Erwin Pröll (V) wurde am Vormittag in Hadersdorf am Kamp erwartet, um sich ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe zu machen.

Im Bezirk Gmünd wurden bisher insgesamt 23 Personen und 20 Tiere vor den Wassermassen gerettet, ein Bundesheer-Hubschrauber wurde angefordert. Der Grenzübergang Gmünd nach Tschechien ist gesperrt. Zwettl war in der Nacht verkehrsmäßig nicht erreichbar, Strom und Gas wurden bis 3.05 Uhr abgeschaltet. Mit Stand von 5.30 Uhr berichtete die Feuerwehr von 50 Menschenrettungen und ebenso vielen Evakuierungen. In Waidhofen an der Thaya war war eine Tankstelle durch einen drohenden Dammbruch gefährdet.

Aus dem Bezirk Horn wurden ebenfalls enorme Auswirkungen der Fluten gemeldet. In Rosenburg trat Flüssiggas aus, das Umspannwerk wurde überflutet. In Steinegg wurde ein Flüssiggastank weggerissen. Das Alarmsystem im Dienstzimmer der Feuerwehr in Horn fiel aus.

In Rehberg bei Krems wurden in einer sechsstündigen Hilfsaktion alle vom Wasser eingeschlossenen Personen gerettet. Zwischen Etzdorf und Haitzendorf ist nach Angaben der Bezirksalarmzentrale Krems um etwa 5.30 Uhr ein Damm des Kamp gebrochen, laut Sprecher Franz Harauer sei mit einer weiträumigen Überflutung des Tullner Feldes zu rechnen.

Die Zahl der Einsatzkräfte stieg indessen weiter an, Feuerwehrleute aus anderen Bezirken rückten an, so Würzelberger. Dazu kamen Hilfskräfte des Bundesheeres.

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