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Hochwassersituation in NÖ weiter angespannt

Zahlreiche Menschenrettungen, enorme Schäden, unterbrochene Telefonleitungen, gebrochene Dämme, überschwemmte Dörfer, Straßensperren - und noch keine Entspannung in Sicht.

So stellte sich die dramatische Hochwassersituation in Niederösterreich für die Feuerwehr am Donnerstag dar. 5.000 Feuerwehrleute standen zu diesem Zeitpunkt im Einsatz. Der Schwerpunkt verlagerte sich am Vormittag vom Norden zum Unterlauf des Kamps. Donau-Hochwasser sei zu erwarten, hieß es. Die Prognose des Donaupegels bei Kienstock für 13.00 Uhr: 8,10 Meter. In Oberösterreich entspannte sich die Lage hingegen leicht.

In weiten Teilen des Waldviertels, das zum Katastrophengebiet erklärt wurde, waren die Telefonverbindungen zusammen gebrochen. Die Bevölkerung wurde via Radio aufgefordert, bei medizinischen Notfällen die örtliche Feuerwehr zu kontaktieren, deren Funksysteme vom Stromausfall nicht betroffen waren. Von der Umwelt abgeschnitten war die Neukamegg-Siedlung im Bezirk Horn. Zur Betreuung der rund 50 Eingeschlossenen rückte ein Hubschrauber des Innenministeriums mit einem Arzt an. Bisher wurden im Bezirk Krems elf Personen und fünf Tiere aus den Wassermassen gerettet und 50 Personen evakuiert.
In Melk waren bereits in den Nachtstunden der Campingplatz und das Gelände rund um die Schiffstationen bzw. der Sommerarena evakuiert. Ein Dutzend Radtouristen wurden im Feuerwehrhaus Melk untergebracht. In Zwettl wurde 52 Personen vor dem Hochwasser in Sicherheit gebracht. Weiters wurden 50 Menschen und 30 Tiere direkt aus den Wassermassen gerettet.

Landeshauptmann Pröll, der sich bereits in der Nacht ein erstes Bild von der Situation gemacht hatte, zeigte sich tief betroffen vom Ausmaß der Katastrophe. In einer Sondersitzung der NÖ Landesregierung soll Anfang der kommenden Woche rasche Hilfe beschlossen werden.

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